Rauchschwalbe

Rauchschwalbe Junges, Foto: Sibylle Maurer-Wohlatz

Die Rauchschwalbe ist oberseits blauschwarz, unterseits weiß gefärbt und hat eine rote Stirn und Kehle. Auffallend sind ihre langen Schwanzspieße. Die Rauchschwalbe ist in menschlichen Siedlungen zu finden, wo sie innerhalb von Stallungen und anderen offenen Gebäuden nistet, nur sehr selten auch außerhalb an geschützten Stellen.

Sie jagt fliegende Insekten, die sie im Flug erbeutet. Die Rauchschwalbe ist ein Zugvogel. Von Ende März bis Oktober ist sie in Mitteleuropa anzutreffen.

Rauchschwalben brüten zwar gern gesellig, halten aber größere Abstände zwischen den einzelnen Nestern ein. Als Gebäudebrüter nutzen sie Hauswände, Balken und kleine Vorsprünge, um dort ihr Nest zu bauen. Das halbkugelige Lehmnest, das mit Haaren oder Halmen verstärkt ist, wird jedes Jahr wieder besiedelt.

Rauchschwalbe Junges, Foto: Sibylle Maurer-Wohlatz
Rauchschwalbe Junges, Foto: Sibylle Maurer-Wohlatz

Gelege der Rauchschwalbe bestehen aus 3 bis 6 Eiern, die 13 bis 16 Tage bebrütet werden. Die Nestlingszeit beträgt 20 bis 24 Tage, nach dem Ausfliegen werden die Jungvögel noch weitere 10 bis 14 Tage von den Eltern mit Futter versorgt. Im Jahr sind 2 bis 3 Bruten möglich. Dabei sitzen die Jungvögel gerne auf Stangen und gespannten Leinen und Masten und lassen sich aufgeregt zwitschernd von ihren Eltern füttern. Rauchschwalben füttern häufig, auch der Kot der Jungen wird aus dem Nest entfernt.

Leider können wir immer seltener solch ein schönes Schauspiel beobachten, da aufgrund des Rückgangs der Viehhaltung in offenen Ställen sowie offener Mistanlagen, Rauchschwalben in der Region Hannover immer seltener werden.

Selten geworden in Stadt und Region: Rauchschwalbenkolonie am Stockener Friedhof, Fotos: Jana Lübbert
Selten geworden in Stadt und Region: Rauchschwalbenkolonie am Stockener Friedhof, Fotos: Jana Lübbert

Auch, weil Rauchschwalben mit wenigen Ausnahmen fast ausschließlich innerhalb von Gebäuden brüten, sind sie immer seltener anzutreffen. Für Rauchschwalben gibt es künstliche Halbschalen, die als Ersatznester angebracht werden können. Auch kleine Brettchen, die in Gebäudeecken angebracht werden, erleichtern den Bau des Nestes. Es muss darauf geachtet werden, dass der Zugang (z.B. offene Fenster) zum Nest immer möglich ist. Ersatz kann nur geschaffen werden, wenn für die Rauchschwalben entsprechend offen zugängliche Räume vorhanden sind.

Da Schwalben in Kolonien nisten, sollten immer möglichst mehrere Kunstnester angebracht werden. Die Nester sollten einen Abstand von mindestens 1 m haben, weil sie in der unmittelbaren Umgebung keine anderen Schwalben dulden. Anders als bei Mehlschwalben, für die Doppelnester als Ersatzmaßnahme angeboten werden, gibt es deshalb Kunstnester für Rauchschwalben stets nur als Einzelnester.



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