Stellungnahme zum E+E-Plan (Managementplan) für das FFH-Gebiet Hämeler Wald (FFH 346)

Die E+E-Pläne sind, neben den Schutzgebietsausweisungen, ein wichtiger Ansatzpunkt, Einfluss auf die Bewirtschaftung im FFH-Landeswald zu nehmen. Die Stellungnahme (17 Seiten) hier als pdf. zum Download.

Hier ein kurzer Überblick:
Im Plangebiet des E+E-Plans Hämeler Wald sind die Konflikte geringer als in anderen FFH-Gebieten, weil „hiebreife“ Bestände standortheimischer Baumarten derzeit weitgehend fehlen. Massive Beeinträchtigungen durch großflächige Zielstärkennutzungen oder „Kleinkahlschläge“ stehen insofern wohl eher nicht an. Ansonsten hat der Entwurf erhebliche Mängel, die offenbar für die E+E-Pläne der Landesforsten typisch sind:

- Die UNB wird zu spät und die Naturschutzverbände werden gar nicht einbezogen.

- Gut ausgeprägte feuchte Eichen-Hainbuchenwälder, die die NLF nicht langfristig erhalten will, werden als „schlechte“ Waldmeister-Buchenwälder kartiert, d.h. wirtschaftliche Ziele der NLF fließen unzulässig schon in die Zustandsbeschreibung ein.

- Besonders geschützte Tierarten werden nicht kartiert, nicht einmal FFH-Anhang-II-Arten, für die das Gebiet ausgewiesen wurde. Entsprechend fehlen qualifizierte Schutzmaßnahmen.

- Die Entwicklung seit 1995, also dem für das Verschlechterungsverbot relevanten Zeitpunkt, wird nicht dargestellt.

- Als Erhaltungszustand wird, rechtlich sehr fragwürdig, nur die Wertstufe B angestrebt. Bei wichtigen Kriterien würde dieses Ziel sogar eine Verschlechterung des heutigen Zustands bedeuten.

- Die in Text und Karte beschriebenen Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen sind vielfach nur vage formuliert, und dies ohne Nennung von Fristen und mit unklarer Verbindlichkeit. Teilweise ist bereits klar, dass sie nicht umgesetzt werden.

- Zu den Auswirkungen geplanter Holzeinschläge werden nur summarische Zahlen genannt, die naturschutzfachlich wenig aussagekräftig sind (hier: Entwicklung der Holzvorräte über alle Altersklassen). Es wird nicht offengelegt, wo welche Nutzungen nach dem gleichzeitig aufgestellten Betriebswerk vorgesehen sind. Dadurch ist nicht erkennbar, wie z. B. Altbestände von Nutzungen betroffen sind.

- Obwohl ein Mangel an Habitatbäumen besteht, werden offenbar nicht einmal alle bereits vorhandenen Habitatbäume erhalten, z. B. im Südteil des Gebietes.

- Die feuchten Eichen-Hainbuchenwälder werden unstrittig durch Entwässerungen beeinträchtigt; eine wirksame Wiedervernässung wird aber nicht angedacht.

- Aussagen zu verschiedenen wesentlichen typischen Beeinträchtigungen, z. B. übermäßige Erschließung, fehlen im E+E-Plan ganz.

- Es sollen Waldbaumaßnahmen, die lediglich gute fachliche Praxis sind, unzulässig als Kompensationsmaßnahmen finanziert werden.

Stellungnahme zum Bewirtschaftungsplan für das FFH-Gebiet 312 „Häfern“

31.10.2016 - Beteiligung bei der Vorbereitung von Bewirtschaftungsplänen für Natura-2000-Gebiete auf Flächen der Niedersächsischen Landesforsten
Hier: Stellungnahme zum Bewirtschaftungsplan für das FFH-Gebiet 312 „Häfern“

Wir begrüßen grundsätzlich die systematische Aufstellung von Bewirtschaftungsplänen und erkennen die Leistungen vieler unbestreitbar sehr für den Naturschutz engagierter Planbearbeiter, Revierförster und Förster für Waldökologie an. Auch der vorliegende Plan enthält im Einzelnen viele wertvolle Erkenntnisse und Hinweise. Leider weisen die NLF-Bewirtschaftungspläne grundlegende Defizite auf, die in der Regel auf landesweiten Vorgaben beruhen. Dies gilt auch im vorliegenden Fall.

Hier die BUND Stellungnahme als download.

Stellungnahme zum Bewirtschaftungsplan für das FFH-Gebiet 328 „Altwarmbüchener Moor“

31.10.2016 Beteiligung bei der Vorbereitung von Bewirtschaftungsplänen für Natura-2000-Gebiete auf Flächen der Niedersächsischen Landesforsten
Hier: Stellungnahme zum Bewirtschaftungsplan für das FFH-Gebiet 328 „Altwarmbüchener Moor“

Wir begrüßen grundsätzlich die systematische Aufstellung von Bewirtschaftungsplänen und erkennen die Leistungen vieler unbestreitbar sehr für den Naturschutz engagierter Planbearbeiter, Revierförster und Förster für Waldökologie an. Auch der vorliegende Plan enthält im Einzelnen viele wertvolle Erkenntnisse und Hinweise. Leider weisen die NLF-Bewirtschaftungspläne grundlegende Defizite auf, die in der Regel auf landesweiten Vorgaben beruhen. Dies gilt auch im vorliegenden Fall.

Hier die BUND Stellungnahme als Download.



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