BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Natur im Garten

Auch in dem kleinsten Garten lassen sich vielfältige Nischen und Bereiche für frei- und heckenbrütende Vögel, für Schmetterlinge, Wildbienen wie Hummeln und andere nützlichen Insekten zur eigenen Freude und zum Naturerleben schaffen.

Ein Lebensraum für Igel, Spitzmaus, Frosch und Kröte und andere Amphibien durch die Anlage von Kompoststellen, Laubhaufen und kleinen Wasserstellen ist mit einfachen Mitteln möglich. 

Foto oben: "Was ist denn das für ein Käfer? Moschusbock in Kinderhand"

Foto rechts: "Distelfalter auf Cosmea: Im späten Sommer kommt der Distelfalter aus dem Süden zu uns und ist ein Gast auch im Naturgarten."

Foto oben: Junge Kröten im Garten: Wir passen auf, wo wir hintreten. Foto rechts: Wasserkübel im Garten gibt Molch, Frosch und anderen Amphibien einen Lebensraum.
Lang anhaltende und nacheinander blühende Stauden bieten Nahrung für viele nützliche Insektengenerationen.
Dekorative Trockenmauer schafft Lebensräume für viele kleine Tiere wie Kröten, Reptilien, Tausendfüssler und Co.
Dekorative Trockenmauer schafft Lebensräume für viele kleine Tiere wie Kröten, Reptilien, Tausendfüssler und Co.

Vor allem bieten heimische Gehölze wie Haselnuss oder Wildrose, dekorativ geschichtete Altholzhaufen, Trockenmauern und vielfältige Blütenpflanzen, die vom Frühjahr bis zum Herbst blühen, vielen Tieren Nahrung und Unterschlupf.

Zu Unrecht sind Brennnesseln im Garten verpönt: Aus ihnen kann eine Kräuterjauche gemacht werden, die Pflanzenwachstum & Pflanzengesundheit stärkt. Brennnesseln bieten auch vielen Tagfalterraupen Nahrung wie dem Admiral, Kleinen Fuchs, Landkärtchen und Tagpfauenauge.

Tagpfauenauge auf Ringelblume

Ein Plätzchen für Ringelblumen, Tagetes, Kapuzinerkresse im Gemüsebeet, bereichert den Salat mit essbaren Blumen.

Blühender Schnittlauch, Schnittknoblauch oder Porree zieht Schwebfliegen, Wildbienen, Hummeln und anderen Nützlinge magisch an. Deshalb sollten Zwiebelgewächse, die in die Blüte schießen, nicht abgeschnitten werden. Mit Freunde lassen sich die fliegenden Gäste dann beobachten. Ein Nebeneffekt: aus den reifen Samenständen der Zwiebelgewächse lässt sich Saatgut für die nächste Gartensaison gewinnen. Trocken in einer Fotodose oder im Glas aufgewahrt, kann es ab März wieder ausgesät werden.

Foto links: Die Brennnessel darf mit der Winde wachsen, Foto rechts: Salat mit Blüten - lecker und gesund
Foto oben: blühender Schnittknoblauch, Foto unten: blühender Schnittlauch mit Blütengästen

Laub, Rasenschnitt, abgestorbene Pflanzenteile sind viel zu schade, um sie in die Komposttonne zur Abholung zu geben: Im eigenen Garten ist Kompost das Gold des Gärtners! Mit etwas Urgesteinsmehl und ggf. Holzasche angereichert, wird einjähriger Kompost mit Beginn der Vegetationszeit im Frühjahr dünn im Garten verteilt. Für Obstgehölze, Blumenrabatten, Wildgehölze und Hecken und vor allem im Gemüsebeet ist Kompost nicht nur ein hervorragender Dünger, sondern bereichert den Boden mit Humus und vielfältigen nützlichen Bodenlebenwesen, die Wachstum und Pflanzengesundheit fördern. Auf Anfrage erhalten Sie beim BUND Region Hannover eine kleine Broschüre rund um das Thema Kompost gegen Erstattung der Portokosten.

Mit allerlei Tricks können sogar sehr große Mengen Herbstlauf, Baumschnitt und andere kompostierbare Gartenabfälle sinnvoll im Garten genutzt werden, wenn ein Hochbeet oder ein Hügelbeet angelegt werden. Es wird Erde ausgehoben. Dann werden zunächst gröbere Pflanzenteile und Äste geschichtet und darüber Laub und leicht Kompostierbares. Dann wird mit der ausgehobenen Erde das Hoch- oder Hügelbeet abgedeckt und ruht während der Winterpause. Schon im zeitigen Frühjahr kann dieses Beet mit stark zehrenden Pflanzen wir Kürbis, Zucchini, Gurken, Tomaten und Kohl bepflanzt werden.

Hochbeet: Hier wachsen Gemüsezwiebel, Zucchini, Aubergine, Fenchel und Kürbis um die Wette

Hier gedeihen sie besonders gut. Nach zwei, drei Jahren sind Laub, kleine Äste und anderes Pflanzenmaterial unter der Erde kompostiert und der Boden ist locker und humos.

Blütenpflanzenvielfalt vom Frühjahr bis zum Herbst: Bereits die ersten ungefüllten Schneeglöckchen und Krokusse locken die ersten Hummeln und andere nützliche Insekten an, die aus der Winterruhe erwacht sind. Und im Herbst vor den ersten Nachtfrösten bieten Herbstastern den bei uns überwinternden Schmetterlingen noch späte Nahrung.

Herbstaster mit Tagfalter (links) und Admiral (rechts)
Herbstaster mit Tagfalter
Herbstaster mit Admiral
Quelle: http://region-hannover.bund.net/themen_und_projekte/naturgarten/