Yes, we can stop TTIP!

Zu Protesten gegen TTIP & CETA hatte für heute (23.4.16) ein großes Bündnis von Verbänden aus Umweltschutz (darunter der BUND), Verbraucherschutz und Dritte-Welt-Organisationen aufgerufen. Zur Demonstration gegen sinkende ökologische und soziale Standards kamen bis zu 90 000 Menschen. Überall zu hören war von den Teilnehmenden die Sorge um die Demokratie. Schiedsgerichte und Verhandlungen hinter verschlossenen Türen sind Hauptkritikpunkte an den geplanten Handelsabkommen.

Vertreter der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) kamen mit mehr als 30 Traktoren und überreichten dem niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer ein Paar Gummistiefel. Sie sollen die vielen landwirtschaftlichen Betriebe symbolisieren, die aus wirtschaftlichen Gründen aufgeben mussten. Meyer sieht sich auf Seiten der Landwirte und sagte, TTIP sei eine Gefahr für die niedersächsische Landwirtschaft.

Hubert Waiger, Vorsitzender des BUND (Deutschland) sagte: "Wir befinden uns im Prozess der gnadenlosen Ökonomisierung der Welt. Dieser Prozess dokumentiert sich in den geplanten Freihandelsabkommen". Jürgen Knirsch von Greenpeace stellte klar, dass TTIP zur Absenkung europäischer Schutzstandards für die Landwirtschaft führe.

Insgesamt haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kundgebung ein beeindruckendes Signal an Obama und Merkel gesendet, die morgen in Hannover die Industriemesse eröffnen wollen.

Warum TTIP für die Landwirtschaft keine gute Idee ist!

Eine Angleichung der Standards zwischen der EU und den USA ist für viele Betriebe der bäuerlichen Landwirtschaft existenzbedrohend. Ursache hierfür ist ein grundlegend anderes Sicherheitsverständnis: während die EU auf das Vorsorgeprinzip setzt, greift der Verbraucherschutz in den USA erst dann, "wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist" und nachgewiesen wurde, dass Produkte gefährlich bzw. gesundheitsgefährdend sind.

Folgende Punkte sind kritisch:

* Gentechnik: eine Vielzahl von Pflanzen (z. B. Mais, Zuckerrüben und Raps) ist in den USA gentechnisch verändert. Beim Getreide macht dies einen Ertragsvorteil von mehr als 20 % aus. Durch die günstigere Produktion und fehlende Kennzeichnungsverpflichtungen (z. B. beim Einsatz als Tierfutter) geraten Betriebe in der EU preislich unter Druck.

* Einsatz von Wachstumshormonen und -beschleunigern in der Tiermast: Zur Erhöhung der Milchleistung werden den Kühen in den USA Wachstumshomone (z. B. Somatropin) verabreicht. Wachstumsförderer (z. B. Ractopamin) werden in der Rinder- und Schweinemast großflächig eingesetzt.

* Pflanzenschutzmittel: die Grenzwerte für Pestizide in Lebensmitteln sind in den USA deutlich höher. Insgesamt 82 Wirkstoffe sind zugelassen, die in der EU als gesundheitsgefährdend eingestuft sind.

* Abtötung von Keimen: u. a. Desinfektion von Geflügelfleisch durch Chlordioxid statt Gewährleistung von Sicherheit und Hygiene entlang der Lebensmittelkette; dennoch sind in den USA viele Krankenhauseinweisungen wegen Salmonellen bekannt.

* Ursprungskennzeichnung: Regionale Erzeugnisse haben es ohne Kennzeichung schwieriger.

* Mast- und Haltungsbedingungen von Tieren: besonders die Produktion von Rindfleisch ist im Vergleich zu den USA kaum wettbewerbsfähig. Der Strukturwandel würde sich drastisch beschleunigen. Das bedeutet: mehr Tiere pro Betrieb und schlechtere Bedingungen für die Tiere unter dem enormen Preisdruck!

Mehr Informationen zu TTIP und Landwirtschaft finden Sie hier.

 Daher: am 23.4.16 ab 12:00 Uhr wird in Hannover auf dem Opernplatz demonstriert. Es wird mit mehreren Zehntausend Demonstranten gerechnet. Seien Sie dabei!

Mehr Informationen zur Demo:  www.TTIP-Demo.de

"Wir haben es satt": große Agrardemo in Berlin von 130 Traktoren angeführt

Quelle: Volker Gehrmann/WHES

Für die Stärkung der ökologischen Landwirtschaft, eine artgerechte Tierhaltung und für fairen Handel demonstrierten rund 23.000 Teilnehmerinnen am 16.1.2016 durch das eiskalte Berlin, angeführt von 130 Traktoren. Unter dem Motto "Wir haben Agrarindustrie satt! Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern" zogen sie zum Bundeskanzleramt und forderten von der Bundesregierung die Weichen für eine bäuerliche und ökologische Zukunftslandwirtschaft zu stellen.

Zahlreiche Gruppen aus Niedersachsen und der Region Hannover nahmen an dem Protestzug teil. Auch, weil die hiesige Bevölkerung besonders von den Auswüchsen der Agrarindustrie und der Massentierhaltung betroffen ist. Der Geflügelschlachthof in Wietze ist einer der größten Europas. Die Zahl der geschlachteten Schweine in Niedersachsen haben sich in den letzten 20 Jahren fast verdoppelt, der Export von Fleisch und Fleischwaren boomt und hat sich seit 2002 auf nunmehr 1,2 Mio. Tonnen jährlich verdreifacht!

Die Bauern mit kleineren Tierbeständen oder wenig Fläche können bei den aktuellen Preisen nicht mithalten und müssen aufgeben. Viele der übrigen Bäuerinnen und Bauern sind nicht mehr Herr auf dem eigenen Hof: sie bekommen z. B. detailliert vorgeschrieben, welche Zuchtlinien sie zu verwenden haben und welches Futter zu nehmen ist.

Wir wollen eine Agrarwende gemeinsam mit den Bauern! Wir wollen nicht, dass Landwirt*innen über die Preispolitik zu immer größeren Betriebsstrukturen gezwungen werden. Wir wollen regional erzeugte Produkte in hoher Qualität und keinen Export, der in Entwicklungsländern die Kleinbauern zugrunde richtet. Und wir wollen keine Freihandelsabkommen, die Verbraucherschutzstandards senken!

Aufgerufen zu der 6. "Wir haben es satt!"-Demonstration anlässlich der Grünen Woche hatte ein breites Bündnis aus mehr als 100 Organisationen aus Landwirtschaft, Imkerei, Natur-, Tier-, Entwicklungs- und Verbraucherschutzorganisationen. 

mehr dazu auf der Aktions-Webseite

1 Mio fängt an! -Lebensmittelbündnisse in der Region Hannover als Modell für 10 Mrd Menschen

Freitag, 6.11.2015, 17:00 Uhr bis 21:00 Uhr im Pavillon Hannover

Das Agrarbündnis Niedersachsen plant im Vorfeld der weltweit größten Landwirtschaftsmesse Agritechnica eine Veranstaltung am 06.11.15 im Großen Saal des Pavillons in Hannover. Zunächst wird der 90-minütige Film „10 Milliarden - wie werden wir alle satt?" gezeigt.
Anschließend soll auf einem symbolischen „Feld der Möglichkeiten - 1 Million fängt an" gezeigt werden, welche Projekte, Ansätze und Ideen es in der Region Hannover gibt, gesunde und nachhaltig produzierte Lebensmittel zu kaufen, solidarisch zu erwerben oder auch selbst zu produzieren.

Weitere Informationen hier.

March against Monsanto

25.05.2014 - Monsanto steht für gentechnisch verändertes Saatgut und damit Lebensmittel, dass die überwältigende Mehrheit der Deutschen nicht wollen, für Beherrschung des globalen Saatgutmarktes, für glyphosathaltige Spritzmittel wie Roundup, die konzentriert in unserer Landwirtschaft eingesetzt werden und sogar in vielen Klein- und Hausgärten. Glyphosat schadet der Gesundheit. Zwei Seiten einer Medaille: Roundup und Gentechnik-Pflanzen. Um 14.00 Uhr Treffpunkt am Kröpcke mit Auftaktrede. Der March against Monsanto geht weiter vor den Hauptbahnhof mit einer Rede "Monsanto, wo geht die Reise hin?" Weiter gehts zum Opernhaus mit künstlerischer Einlage, von dort zum Aegi und zum Neuen Rathaus. Von der Kommunalpolitik gehts weiter zur Landespolitik vor den Landtag mit einer Abschlussrede. Ende: ca. 19 Uhr. Mehr

Unsere Alternative: samenfestes Saatgut aus aller Welt im eigenen Garten erhalten und unbelastete Bio-Lebensmittel selber und regional produzieren! Mehr unter Themen / Nutzpflanzenvielfalt

Tagung "Zukunft Fleisch"

Tagung: Zukunft Fleisch - Impulse für eine globale Agrar- und Konsumwende am Samstag, den 14. Juni 2014 von 10.00-17.30 Uhr im Stephansstift Hannover, Kirchröderstr.
Veranstalter: Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. (VEN)

Der hohe Fleischkonsum und die industrialisierte Produktion von Fleisch haben soziale, ökologische und ethische Folgen – mit globaler Dimension:
· Wie können wir die niedersächsische Land- und Fleischwirtschaft im Sinne von entwicklungs- und umweltpolitischen Zielsetzungen nachhaltig gestalten?
· Wie können wir in Niedersachsen einen zukunftsfähigen Fleischkonsum fördern?
· Welche Chancen haben Landwirte an einer Agrarwende mitzuwirken? Welche Rolle kann die Zivilgesellschaft dabei spielen?
· Welche Rahmenbedingungen müssen sich wie ändern, damit eine globale Konsum- und Agrarwende gelingen kann?

Eine Anmeldung ist erforderlich unter: foej@ven-nds.de 
Anfahrt: vom Hauptbahnhof mit U-Bahn Linie 1 Laatzen/Sarstedt, Linie 2 Rethen oder Linie 8 Messe/Nord bis Haltestelle Aegidientorplatz; dort umsteigen in U-Bahn Linie 4 Roderbruch oder Linie 5 Anderten am Bahnsteig direkt gegenüber bis Haltestelle "Nackenberg" (Ticket für 1 Tarifzone). Das Stephansstift liegt direkt gegenüber der Haltestelle.
 
 



Veranstaltungskalender 2017

Rundbrief 2017

Hier können Sie sich unseren aktuellen Rundbrief downloaden.

 

Impressum:
Herausgeber
BUND Region Hannover
Redaktion
Sabine Littkemann und
Georg Wilhelm
Layout
Jana Lübbert

PRESSEMITTEILUNGEN

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mit vielen Links zu Umweltprojekten in Niedersachsen

Unsere BÜROZEITEN

Wenn Sie unsere MitarbeiterInnen vom BUND Region Hannover persönlich erreichen wollen: montags von 13 bis 17 Uhr und freitags von 10 bis 14 Uhr ist unser Büro garantiert besetzt. Ansonsten versuchen Sie es unter der Woche; wir sind oft auch außerhalb der Bürozeiten erreichbar. Telefon Geschäfts-stelle 05 11 / 66 00 93

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