Landwirtschaft global

Unsere Art der Landwirtschaft hat globale Auswirkungen: Zum Beispiel der Sojaanbau in Südamerika für Futtermitteln in der intensiven industriellen Massentierhaltung bei uns hat dramatische Auswirkungen auf die Anbauländer in Paraguay, Argentinien und Brasilien und führt dort zur flächenhaften Vernichtung von Regenwald und Steppenlandschaften  und zur Vergiftung der Menschen, der Natur und der Böden durch Glyphosat und andere Pestizide. Deshalb unterstützt der BUND Veranstaltungen, Initiativen und Menschen aus Ländern, die sich dagegen wehren und sich für eine nachhaltige Landwirtschaft in ihren Ländern einsetzen. Wir haben somit gemeinsame globale Ziele.

Palmöl vernichtet Regenwälder - alternative Produkte sind besser!

In etwa der Hälfte aller verarbeiteten Lebensmittel (Margarine, Öle, Süßigkeiten), aber auch in Seifen und anderen kosmetischen Produkten (Waschmittel) steckt Palmöl!

Es ist mit etwa 30 % Marktanteil nach Sojaöl das wichtigste Pflanzenöl der Welt. Es ist von der Industrie leicht zu verarbeiten und die Ölpalmen sind sehr ertragreich. Derzeit (2015) werden etwa 60 Mio. Tonnen Palmöl produziert, im Jahr 2001 waren es noch 25,6 Mio. Tonnen. Wichtigste Anbauländer sind Malaysia und Indonesien, die ihre Palmölflächen in den letzten Jahren massiv ausgeweitet haben. Häufig wurden dafür große, zusammenhängende Regenwaldflächen wie auf Borneo abgeholzt. Brandrodungen nehmen Orang-Utans den Lebensraum, lassen Kleinbauern ohne Lebensgrundlage zurück und schädigen massiv das Klima durch hohe Treibhausgasemissionen!

Der BUND unterstützt daher die Initiativen zur Rettung des Regenwaldes und zur Reduktion des Palmölverbrauchs. Machen Sie mit, es gibt gute Lebensmittel und Kosmetika ohne Palmöl! Schauen Sie auf die Verpackungen, bei Lebensmitteln muss Palmöl deklariert werden!

Aktuelle Listen für Produkte und einen Einkaufsratgeber finden Sie auf den Seiten von Umweltblick.

Regelmäßige Petitionen gegen die Ausweitung des Palmölanbaus und Informationen darüber, warum zertifiziertes Palmöl auch keine Lösung ist finden Sie bei Rettet-den-Regenwald.

Wenn Fleisch Hunger macht – Fleischexporte nach Afrika

27. Oktober – 7. November 2013
In Niedersachsen boomt die Massentierhaltung. Hier leben fast fünfmal so viele Hühner wie Menschen. Das billige Fleisch hat jedoch soziale, ökologische und ethische Folgen - mit globaler Dimension.

Was hat das Fleisch auf unserem Teller mit dem Hunger im Süden der Welt zu tun?
Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Armut in Afrika und Fleischexporten aus der EU?
Wie wirkt sich die Massentierhaltung in Niedersachsen auf den Regenwald in Brasilien aus?

Vom 28. Oktober bis zum 7. November 2013 tourt der Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. mit Gästen aus Ghana und Brasilien durch Niedersachsen, um auf die globalen Probleme aufmerksam zu machen, die mit der Fleischindustrie in Deutschland und der EU einhergehen. Anschließend diskutieren wir mögliche Lösungen: Wie sieht eine zukunftsgerichtete Landwirtschaft aus? Was können wir von unseren Partnern aus dem Süden lernen? Und sollten wir zukünftig besser auf das tägliche Stück Fleisch verzichten?
Sie sind herzlich zu den Dialogveranstaltungen mit den internationalen Gästen eingeladen!

ven Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V.

Die Stationen:

Hannover, 29.10.2013, 10 Uhr
Leibnizhaus | Holzmarkt 5 | 30159 Hannover

Parlamentarisches Gespräch: Kohärenz von Entwicklungspolitik
und Agrarpolitk am Beispiel Fleischexporte

Mit unseren Gästen und:
Gudrun Pieper, Vorsitzende des Ausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten, Hermann Grupe, Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutzund Landesentwicklung, Katrin Beckedorf, Geschäftsführerin Verband Entwicklungspolitik Niedersachen, Stig Tanzmann, Landwirtschaftexperte von Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst, Moderation: Reinhard Benhöfer, Fachreferent für Umweltschutz, Ev.-luth. Landeskirche Hannover

Um Anmeldung per Email an Janna Rassmann rassmann@ven-nds.de wird gebeten

Braunschweig, 29.10.2013, 18 Uhr
Gewerkschaftshaus | Wilhelmstr. 5 | 38100 Braunschweig

Diskussion: globale Auswirkungen der Fleischindustrie

Mit unseren Gästen und:
Christian Meyer, Minister für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz, Niedersachsen (angefragt)
Moderation: Stig Tanzmann, Landwirtschaftexperte von Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst

Osnabrück, 30.10.2013, 20 uhr
Lagerhalle | Rolandsmauer 26 | 49074 Osnabrück

Diskussion: globale auswirkungen der Fleischindustrie

Mit unseren Gästen und:
Josef Voss, Landwirtschaftsreferent von Bündnis 90 / Die Grünen, Landtagsfraktion Niedersachsen, Moderation: Reinhard Stolle, Aktionszentrum 3. Welt

Göttingen, 31.10.2013, 19 Uhr

Gemeindesaal der St. Johannis-Kirche
Johanniskirchhof 2 | 37073 Göttingen

Diskussion: globale Auswirkungen der Fleischindustrie

Mit unseren Gästen und:
Hermann Heldberg, Naturkost Elkerhausen, Moderation: Jan Fragel, freier Journalist

Oldenburg, 4.11.2013, 19.30uhr

Restaurant Seidenspinner im Lindenhofsgarten, Nadorster Strasse 87 | 26123 Oldenburg

Diskussion: globale Auswirkungen der Fleischindustrie

Mit unseren Gästen.
Moderation: Barthel Pester, transfer e.V.


Hannover, 6.11.2013, 18.30 uhr

GiG-Linden, Lindener Marktplatz 1, 30449 Hannover

Reisebericht und informeller Austausch ...

unsere Gäste:

Dr. King David Amoah

Ecumenical Association for Sustainable Agriculture and Rural Development (ESCARD), Ghana. Dr. King David Amoah ist ein erfahrener Landwirtschaftsexperte aus Ghana und koordiniert das Netzwerk für nachhaltige Landwirtschaft und ländliche Entwicklung ECASARD. Mit großem Engagement kämpft er seit über 20 Jahren für die Rechte von ghanaischen Kleinbauern. Schon seit den 90er Jahren setzt sich Dr. King David Amoah gegen die steigenden Geflügelfleischimporte ein, die in Ghana mittlerweile den lokalen Markt komplett zerstört haben.

Daniele Schmidt Peter

Centro de Apoio ao Pealotos Agricultor (CAPA), Brasilien. Daniele Schmidt Peter ist eine junge Brasilianerin aus dem Bundesstaat Rio Grande De Sul. Sie arbeitet für die CAPA, eine Organisation, die sich für kleinbäuerliche und ökologische Landwirtschaft einsetzt. Daniele Schmidt Peter bringt ein „Best-Practice“-Beispiel aus Brasilien mit: Sie spricht zum Schulessensprogramm, das die Gemeinden in Brasilien verpflichtet, mindestens 30% des Schulessens regional von Kleinbauern zu beziehen. Das Programm befördert die kleinbäuerliche Landwirtschaft stark und verbessert
gleichzeitig die Nachhaltigkeit des Schulessens.

Kontakt und Informationen

VEN | Janna Rassmann

Hausmannstr. 9-10 | 30159 Hannover
0511 39088980
rassmann@ven-nds.de | www.ven-nds.de

in Kooperation mit
Region SON

mit Finanzieller Förderung
des BMZ, der Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung
und Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst.

Heiss diskutiert: "Deutsches Fleisch frisst Paraguays Wald"

Die sehr gut besuchte Veranstaltung am 22. Juli im Gemeindesaal der Kreuzkirche in Hannover hatte im Rahmen einer Tour unserer Partner von Friends of the Earth Paraguay stattgefunden. Gast war Elias Diaz Peña, der seit 30 Jahren gegen die flächendeckende Vernichtung des atlantischen Regenwaldes in Paraguay und für Alternativen wie den biologischen Landbau und den Erhalt der letzten Reste der Wälder kämpft, von denen weniger als 1 Prozent übrig geblieben sind. Er unterstützt die Bauern, die in einer schmalen Zone noch im und mit dem Wald leben und deren Existenzen nun auch durch die brutale Ausdehnung der Soja-Anbauflächen bedroht sind: Soja für Futtermittel für unsere Massentierhaltung! Die Gäste diskutierten sehr lebendig Lösungen, um eine nachhaltige Agrarwirtschaft bei uns ohne Futtermittelimmporte endlich anzustreben. Mit dabei waren Staatssekretär der nds. Landwirtschaftsministeriums Udo Paschedag, der Vorsitzende der niedersächsischen Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Ottmar Ilchmann sowie die Bundestagsabgeordneten Dr. Maria Flachsbarth (CDU) und Dr. Matthias Miersch (SPD). Durch die Veranstaltung führte Rainer Kiefer, Oberlandeskirchenrat der Ev. - luth. Landeskirche Hannovers. Mehr und Hintergründe



Veranstaltungskalender 2017

Rundbrief 2017

Hier können Sie sich unseren aktuellen Rundbrief downloaden.

 

Impressum:
Herausgeber
BUND Region Hannover
Redaktion
Sabine Littkemann und
Georg Wilhelm
Layout
Jana Lübbert

PRESSEMITTEILUNGEN

vom BUND Region Hannover HIER

Fragen zu Fledermäusen?

BUND FLEDERMAUS ZENTRUM Hannover

Hier geht es zur

www.meine-umweltkarte-niedersachsen.de
mit vielen Links zu Umweltprojekten in Niedersachsen

Unsere BÜROZEITEN

Wenn Sie unsere MitarbeiterInnen vom BUND Region Hannover persönlich erreichen wollen: montags von 13 bis 17 Uhr und freitags von 10 bis 14 Uhr ist unser Büro garantiert besetzt. Ansonsten versuchen Sie es unter der Woche; wir sind oft auch außerhalb der Bürozeiten erreichbar. Telefon Geschäfts-stelle 05 11 / 66 00 93

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