NEUE Zweifel am Glyphosat-Urteil: Europäische Aktion gegen Glyphosat

Wie die SZ von heute, 18.9.17 berichtet "Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat in seinem Bericht Einschätzungen der Industrie übernommen, ohne dies deutlich kenntlich zu machen. Kritische Studien wurden dabei entkräftet oder als mangelhaft bewertet". Als die Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation vor 2 Jahren Glyphosat als "wahrscheinlich krebserregend für den Menschen" einstufte, bezog sie sich vor allem auf Studien, aus denen deutlich wurde, dass es einen Zusammenhang von Glyphosat und einem aggressiven Krebs des Lymphsystems gibt.  Mehr dazu in der Süddeutschen Zeitung. 

Betroffen sind vor allem Landwirte, die das Mittel einsetzen.  Das BfR hingegen hat diese Studien als mängelhaft und unbrauchbar bezeichnet und dabei fast wortwörtlich diese Einschätzung der Industrielobby übernommen. Weil dies Ergebnisse aus diesen wichtigen Studien nicht in die Bewertung mit eingeflossen sind, kam das BfR zum Schluss, dass Glyphosat unbedenklich und hat damit als verlängerter Arm der Chemielobby agiert. Deshalb wird dem BfR vom ehemaligen Leiter des ehemals größten epidemiologischen Forschungsinstituts in  Deutschland „wissenschaftliche Fälschung“ vorgeworfen. Darüber hinaus trägt Glyphosat wesentlich zum Artenschwund in unserer Agrarlandschaft bei und ist eine tödliche Gefahr für durch die Agrarlandschaft wandernde Tiere wie Amphibien.

Bis Ende 2017 steht in der EU eine wichtige Entscheidung an: Ob das Pestizid Glyphosat für weitere 10 Jahre zugelassen wird. Das müssen wir verhindern und haben am 3. Juli bereits 1.320.517  Unterschriften für die Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat eingereicht. Bitte unterzeichnen sie jetzt die Petition der Europäischen Bürgerinitiative gegen Glyphosat JETZT und leiten Sie dies an alle Interessierten weiter! aktion.bund.net 

UBA: besorgniserregender Rückgang der biologischen Vielfalt durch Glyphosat

Feld in der Region Hannover nach Einsatz von Glyphosat im April 2016

Das Umweltbundesamt (UBA) hat ein "5-Punkte-Programm für einen nachhaltigen Pflanzenschutz" herausgegeben. Nach fachlicher Überzeugung des UBA ist die derzeitige Intensität des chemischen Pflanzenschutzes in Deutschland ökologisch nicht nachhaltig und gefährdet das Erreichen wesentlicher Ziele der Umwelt- und Naturschutzpolitik.

Zum Glyphosat wird ausgeführt, dass der Landwirt durch die chemische Abtötung von Beikräutern schlicht Zeit und Geld spare. Glyphosat führe zu einer fortschreitenden Verarmung der Pflanzenwelt in der Agrarlandschaft, woraus negative Nahrungsnetz-Effekte z. B. für Feldvogelarten zweifelsfrei erwiesen seien. Der chemische Pflanzenschutz sei somit hauptursächlich verantwortlich für den besorgniserregenden Rückgang der biologischen Vielfalt in der deutschen Agrarlandschaft.

Download des UBA-Programms (Januar 2016; 36 Seiten):hier

Glyphosat & Co. schädigen Fledermäuse: Europäische Arten durch Pestizideinsatz in der Landwirtschaft bedroht

Hannover/Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat vor der Gefährdung europäischer Fledermausarten durch Pestizide gewarnt. „Die Bestände vieler in der Agrarlandschaft vorkommender Fledermausarten sind seit dem verstärkten Einsatz von Insektiziden in den sechziger und siebziger Jahren rückläufig und teilweise sogar zusammengebrochen. Auch Herbizide wie Glyphosat tragen dazu bei, dass Fledermäuse wesentlich weniger Nahrung finden und dadurch bedroht sind“, sagte der stellvertretende BUND-Vorsitzende Jörg Nitsch im BUND Fledermauszentrum Hannover bei der Vorstellung der BUND-Publikation „Pestizide – Eine Bedrohung für unsere Fledermäuse“.

Darin werden aktuelle Forschungsergebnisse von verschiedenen Fledermaus- und Pestizidexperten zusammengefasst. „Fledermäuse kommen auf landwirtschaftlichen Flächen und auf Obstplantagen, die mit Pestiziden behandelt wurden, mit belasteter Nahrung in Kontakt oder leiden an der Abnahme ihrer Beuteinsekten in der Umgebung. Der deutliche Rückgang von Köcher- und Steinfliegen, Schmetterlingsarten, Käfern und anderen Insekten durch die Pestizidbelastungen führt dazu, dass Fledermäuse nicht mehr genügend Nahrung vorfinden“, so Nitsch. Außerdem reicherten sich die Gifte in den Speicherfetten der Tiere an. Während ihrer Überwinterung würden die Fettdepots abgebaut und die Pestizide freigesetzt. In hohen Konzentrationen gelangten sie dann auch in ihr Hirn. Dort könnten sie zu schweren funktionellen Störungen und auch zum Tod führen.

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts seien bei allen Fledermausarten in Deutschland starke Rückgänge zu verzeichnen. Teilweise erholten sich die heimischen Fledermauspopulationen in den 1990er Jahren, ohne jedoch die ehemaligen Bestandsgrößen wieder erreichen zu können. Die Bestände der Kleinen Hufeisennase seien vielerorts nahezu vollständig zusammengebrochen. In Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg sei diese Art ganz ausgestorben. Die meisten der in der Agrarlandschaft vorkommenden Arten befänden sich inzwischen auf der Roten Liste der in ihrem Bestand bedrohten Säugetierarten.
In den vergangenen Jahren stieg der Einsatz von Pestiziden um mehr als ein Drittel, zwischen 2011 und 2014 von damals knapp 35000 auf über 45000 Tonnen. Auf rund 40 Prozent der deutschen Ackerfläche wird zum Beispiel Glyphosat eingesetzt.

„In Studien wurde festgestellt, dass Fledermäuse mit Pestiziden behandelte Regionen meiden oder sich dort nicht erfolgreich vermehren können. Gerade auch Flächen, die mit Glyphosat behandelt wurden, sind für Fledermäuse kritisch“, sagte der BUND-Pestizidexperte Tomas Brückmann. Er kritisierte, dass vor der EU-Zulassung für Pestizide die Auswirkungen auf Fledermäuse nicht untersucht würden und forderte, dies im Verfahren zu ändern.
„Fledermäuse können mit bis zu 38 Jahren sehr alt werden. In ihnen werden noch heute gefährliche Pestizide wie DDT und PCB nachgewiesen, die schon seit vielen Jahren verboten sind“, sagte Brückmann. Zu den Auswirkungen von Pestiziden gehörten beispielsweise Störungen der Kommunikationsfähigkeit und des Lernvermögens sowie Beeinträchtigungen des Immunsystems.
Die BUND-Publikation „Pestizide – Eine Bedrohung für unsere Fledermäuse“ gibt es zum Download (PDF) unter: www.bund.net/pdf/fledermaus_broschuere

Pressekontakt: Tomas Brückmann, BUND-Pestizidexperte , Tel. 030-27586-420, E-Mail: tomas.brueckmann@bund.net, BUND-Pressereferentin Annika Natus, Tel. 030-27586-425/-464, Mobil: 0157-87008635, E-Mail: presse@bund.net; www.bund.net

Berlin: Für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist der aktuelle Glyphosat-Bericht der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA ein Beleg für die unglaubliche Ignoranz der Behörde gegenüber den Gesundheitsrisiken des Wirkstoffes. Besonders verwerflich sei, dass die täglich akzeptierte Dosis für die Aufnahme des Wirkstoffes durch den Menschen von 0,3 Milligramm auf 0,5 Milligramm pro Kilo Körpergewicht angehoben werden solle.
 
„Trotz der Einstufung von Glyphosat durch Krebsforscher der Weltgesundheitsorganisation als wahrscheinlich krebserzeugend hat die EFSA leider verharmlosende Bewertungen des Wirkstoffes durch das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kritiklos übernommen“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Inzwischen sei klar, dass wichtige Hinweise zur Krebsgefahr in der BfR-Bewertung zu Glyphosat unberücksichtigt geblieben seien.
 
Jetzt laufe es wohl auf eine Verlängerung der EU-Zulassung des Wirkstoffes um mindestens zehn Jahre hinaus, befürchtet die BUND-Pestizidexpertin Heike Moldenhauer. „Offenbar wollte sich kein EU-Mitgliedstaat mit den Glyphosat-Herstellern und den Bauernverbänden anlegen und den Glyphosat-Einsatz unterbinden“, vermutet Moldenhauer.
 
„Würde Glyphosat verboten, wäre die industrialisierte Landwirtschaft, die ohne den massiven Einsatz von Spritzmitteln nicht auskommt, grundsätzlich infrage gestellt. Monsanto als der weltweit größte Glyphosat-Produzent verlöre sein wichtigstes Geschäftsfeld. Der Konzern macht die Hälfte seines Gewinns mit Glyphosat und mit an Glyphosat angepasstem Gentech-Saatgut. Das Unternehmen hat keinen Ersatz dafür und keine Alternativen entwickelt und würde bei einem Verbot schwer ins Schlingern geraten“, sagte Moldenhauer.
      
Der BUND-Vorsitzende Weiger wies darauf hin, dass die Massentierhaltung in Deutschland und der EU auf ihr derzeit wichtigstes Futtermittel verzichten müsste, wenn Glyphosat-resistente gentechnisch veränderte Sojabohnen nicht mehr aus Nord- bzw. Südamerika importiert werden könnten. „Zu der Frage `Welche Form der Tierhaltung akzeptiert unsere Gesellschaft?` kommt jetzt eine weitere: `Welche Form des Ackerbaus akzeptieren wir?`“, sagte Weiger.
 
„Das ist ein schwarzer Tag für den Verbraucher. Monsanto wird es freuen, dass die EFSA sogar höhere Dosen erlaubt, was die Menschen an Glyphosat täglich zu sich nehmen dürfen. Künftig darf noch mehr davon auf den Feldern ausgebracht werden und in die Nahrungsmittelkette gelangen. Die EU-Mitgliedstaaten und damit auch Bundesagrarminister Christian Schmidt müssen den EFSA-Bericht zurückweisen. Glyphosat ist wahrscheinlich krebserzeugend, deshalb muss sein Verbot so schnell wie möglich kommen“, forderte der BUND-Vorsitzende Weiger.
 
Weitere Informationen zu Gefahren durch Glyphosat und der Einschätzung der WHO-Experten finden Sie hier.

Derzeit werden pro Jahr weltweit mehr als 700.000 Tonnen Glyphosat versprüht. In Deutschland bringen Landwirte rund 6.000 Tonnen aus, wobei rund 39 Prozent aller Ackerflächen behandelt werden.

EU-Umweltparlamentarier stimmen gegen Glyphosat

Am 22.3.2016 empfahl der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments, dass die Zulassung des Unkrautkillers Glyphosat soll nicht verlängert werden soll, Hingegen hatte die EU-Kommission vorgeschlagen, dass der Wirkstoff bis 2031 weiter verwendet werden darf. Mehr www.keine-gentechnik.de

IACR über Glyphosat

Hier der Link zur 92seitigen Monografie des International Agency for Research on Cancer (IARC) zur Bewertung des Krebsrisikos von Glyphosat.

96 Forscher wollen Glyphosat-Zulassung stoppen

Hier der Link zu einem Artikel aus der Zeit online vom 30.11.2015:
Forscher wollen Glyphosat-Zulassung stoppen. Fördert das Unkrautgift doch Krebs? 96 Wissenschaftler werfen deutschen Behörden, die es als harmlos eingestuft haben, Fehler vor. Noch kann die EU Glyphosat verbieten. Hier der offene Brief der 96 Wissenschaftler.

BUND Expertin Heike Moldenhauer zur aktuellen Glyphosat-Diskussion

"Glyphosat: Unser täglich Gift" von Heike Moldenhauer in den Blättern für deutsche und internationale Politik 11/2015.

AB SOFORT erhältlich: Information zum Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat

Die 20seitige Broschüre ist ab sofort beim BUND Region Hannover und Landesverband Niedersachsen in der Druckversion kostenlos erhältlich und als download (10MB) hier.

Der Druck wurde ermöglicht durch die Region Hannover, wofür wir uns an dieser Stelle ausdrücklich bedanken möchten!

Inhalt:
Vorwort
Information zum Unkrautvernichtungsmittel „Glyphosat“
Was ist Glyphosat?                               
Wirkung von Beimischungen in Totalherbiziden                    
Welche Mengen Glyphosat werden in Deutschland ausgebracht?       
Neue Anwendungsbestimmungen für Glyphosat  in Deutschland           
Wo wird Glyphosat eingesetzt?                           
Gefahren durch den Einsatz von Totalherbiziden wie Glyphosat?           
1. Negative Auswirkungen auf Pflanzen, Boden und Tierwelt
2. Resistenzbildung bei Wildkräutern
3. Gefahren für die menschliche Gesundheit
Glyphosat noch in Gartenmärkten und im Internethandel erhältlich        
Beratungspflicht für Haus- und KleingärtnerInnen                
Einschränkungen für den Einsatz  von Pflanzenschutzmitteln             
Einsatz von Herbiziden im privaten Hausgarten               
Einsatz von Herbiziden auf öffentlichen städtischen Flächen            
Praxisbeispiel: Regelung in Kleingärten in der Landeshauptstadt Hannover   
Schutz von Gewässern und Grundwasser                       
Mit gutem Beispiel voran: (Teil-) Verbote von Glyphosat            
Was können Sie persönlich tun?                           
Tipps zur Wildkrautunterdrückung im Garten                   
Umweltfreundliche Wildkrautregulierung in Parkanlagen               
Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es, um den Einsatz von Glyphosat
einzuschränken oder zu verbieten?                       
Meldung bei Verstößen gegen gesetzliche Regelungen beim Einsatz von Glyphosat
auf versiegelten Flächen und auf öffentlichen Wegen.

Wie gefährlich ist Glyphosat? BfR ändert seine Meinung!

Schwerer Schlag für Dow Agrosciences

26.11.2015 - Nach nur einem Jahr will die US-Umweltbehörde EPA die Zulassung für „Enlist Duo“ wieder einkassieren. Das Herbizid - eine Mischung aus den Wirkstoffen Glyphosat und 2,4-D - könne nicht nur Unkraut, sondern auch andere Pflanzen schädigen, so die Begründung laut Medienberichten. Dow verkauft das Mittel zusammen mit gentechnisch verändertem Saatgut an Mais- und Sojaproduzenten. Quelle: http://www.keine-gentechnik.de

GLYPHOSAT-BELASTUNG BEI GENTECH-PFLANZEN

Eine neue Metastudie der Universität Tromso in Norwegen zeigt: die Industrie-Untersuchungen, die zur Sicherheitsbewertung von herbizidresistenten Gentechnik-Pflanzen herangezogen werden, sind mangelhaft. Rückstände der dazu gehörenden Spritzmittel - vor allem Glyphosat - auf den Pflanzen würden nicht untersucht, so das Ergebnis der Studie. mehr...

BUND fordert ein Glyphosatverbot im Hausgarten und auf kommunalen Flächen

Illegaler Einsatz eines Herbizids auf einer versiegelten Fläche. Bei Regen besteht die Gefahr des Eintrags in die Gewässer und damit der Schädigung von aquatischen Lebewesen.

Glyphosat ist das meistgebrauchte Herbizid weltweit. Es wird nicht nur in der konventionellen Landwirtschaft und bei gentechnisch veränderten, Glyphosat-resistenten Pflanzen eingesetzt, sondern auch im öffentlichen Stadtgrün und in Kleingärten.

Laien ist es oft nicht bekannt, welches Risiko von der Verwendung von Herbiziden (Unkrautvernichtungs-mitteln) ausgeht und dass der Einsatz auf Wegen, Terrassen, Garageneinfahrten, Bürgersteigen u.a. gärtnerisch nicht genutzten Freiflächen verboten ist!

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte im  März 2015 Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend für Menschen“ ein. Das ist die zweithöchste Risikokategorie und steht auf einer Stufe mit Blei oder Acrylamid.

Deshalb möchte der BUND über den Wirkstoff Glyphosat und Gefahren, die von dessen Einsatz ausgehen, informieren, damit in einem ersten Schritt auf kommunalen Flächen und in Haus- und Kleingärten Totalherbizide wie Glyphosat nicht mehr eingesetzt werden.

Aber auch der Einsatz auf landwirtschaftlichen Flächen hat weitreichende Folgen, die für Mensch und Natur keineswegs unbedenklich sind. Sehr augenfällig ist der Schwund der Artenvielfalt an Ackerrändern: Wo finden wir noch Mohn, Kornrade, Kornblume, Klee, Wegwarte, Schmetterlinge und zahlreiche Laufkäfer am und im Acker? Eine drastische Reduzierung, aber auch der völlige Verzicht  solcher synthetischer Pestizide  und eine Agrarwende hin zu einer naturverträglichen, biologischen Landwirtschaft sowie regionalen Futtermittelproduktion kann durch den Willen der Verbraucherinnen und Verbraucher beschleunigt werden!

Hier finden Sie die aktuelle Pressemitteilung dazu.
Hier finden Sie die Information zu Glyphosat zum Download als pdf.

Menschen in Großstädten mit Glyphosat belastet

Der europäische Dachverband vom BUND, Friends of the Earth Europe (FOEE) hatte bereits 2013 mit einer Studie nachgewiesen, dass der Urin von Menschen aus europäischen Großstädten - die nicht unmittelbar mit Herbiziden aus der Landwirtschaft in Kontakt kommen - mit Glyphosat belastet ist.

Wie erklärt sich das? Quellen können das im Haus- und Kleingarten sowie auf kommunalen Flächen ausgebrachte Glyphosat sein. Aber auch mit Glyphosat belastete Futtermittel (Soja aus Südamerika), die bei der Massentierhaltung verfüttert werden, können über die Nahrung aufgenommen werden ebenso wie Getreide, dass zur Nachreife (Sikkation) mit Glyphosat hierzulande gespritzt wird. So wurde auch im täglichen Brötchen der Stoff nachgewiesen. Glyphosat übersteht die hohen Backtemperaturen. Dies hatte Ökotest nachgewiesen.

Der BUND fordert daher auch ein konsequentes Verbot der Vorerntebehandlung durch Glyphosat dauerhaft und ohne Ausnahmen, um Menschen vor der Verunreinigung von Brotgetreide durch Glyphosat zu schützen!

Regelung für Kleingärten in der Landeshauptstadt Hannover

Foto: BUND Juni 2015

Positiv sind die Vorgaben in den Kleingärten in Hannover. Hier schreibt die Gartenordnung aus dem Jahre 2004 vor: "§ 4.2. ... Das Verwenden von chemischen Pflanzenschutzmitteln (Herbiziden, Insektiziden, Fungiziden usw.) ist nicht gestattet. ...". Damit ist klar, dass auch Glyphosat nicht auf Wegen, Pflaster und Sportflächen in einer Kleingartenkolonie eingesetzt werden darf. Hier die Gartenordnung als pdf.

Wer sich über alternative Möglichkeiten zur Beikrautbekämpfung informieren will, sollte den jeweiligen Fachberater oder Fachberaterin in der Kolonie fragen. Es gibt spezielle Fugenkratzer, die einfach zu handhaben sind.

Glyphosathaltige Mittel immernoch im Handel?

Foto BUND Juni 2015

Auch wenn es erste positive Reaktionen aus dem Handel gibt, beispielsweise bei Thom der REWE Gruppe, wo Glyphosat und glyphosathaltige Spritzmittel nicht mehr nachbestellt werden und aus den Regalen verschwinden, ist das Herbizid noch in Gartencentern zu finden. Vor allem über den Internethandel - befürchtet der BUND - wird Glyphosat noch weiter für den privaten Einsatz erhältlich sein, auch wenn bei vielen Gartencentern das Produkt ein Auslaufmodell ist. Wenn Sie einen kritischen Blick in die Regale oder die Websites von Onlinehändlern werfen wollen: Hier ist die Liste der im Moment zugelassenen Herbizide mit Glyphosat auf einen Blick. Auch wenn der Kauf dieser Mittel legal ist: legale Einsatzmöglichkeiten gibt es so gut wie kaum auf Nichtkulturland!

Foto: Klaus Hennemann

Wildkräuter, Beikräuter, Ritzenvegetation können manchmal auch sehr schön aussehen, wie hier zu sehen ist.

Vielleicht haben Sie eine gute Lösung für Ihre Wildkräuter im Garten und auf Wegen gefunden? Schicken Sie uns ein Foto und einen Zweizeiler. Wir werden die besten Beispiele gerne veröffentlichen.

Die pestizidfreie Kommune

Bundesweit haben sich immer mehr Kommunen zu "pestizidfreien Kommunen" erklärt und verzichten auf Herbizide, Insektizide u.a. synthetische Pflanzenschutzmittel.

Einen Austausch über alternative Möglichkeiten der Grünflächenpflege gab es auf einer gemeinsamen Fachtagung des Umweltbundesamtes und des BUND in Dessau im Juni 2015. Eine Broschüre des BUND Bundesverbandes zur pestizidfreien Kommune ist hier als download verfügbar.

Hier sind mehr Hintergrundinformationen zur pestizidfreien Kommune zu finden.



Rundbrief 2017

Hier können Sie sich unseren aktuellen Rundbrief downloaden.

 

PRESSEMITTEILUNGEN

 des BUND Region Hannover

Wir bedanken uns für die Unterstützung bei:


Hier geht es zur

www.meine-umweltkarte-niedersachsen.de
mit vielen Links zu Umweltprojekten in Niedersachsen

Fragen zu Fledermäusen?

BUND FLEDERMAUS ZENTRUM Hannover

Unsere BÜROZEITEN

Wenn Sie unsere MitarbeiterInnen vom BUND Region Hannover persönlich erreichen wollen: montags von 13 bis 17 Uhr und freitags von 10 bis 14 Uhr ist unser Büro garantiert besetzt. Ansonsten versuchen Sie es unter der Woche; wir sind oft auch außerhalb der Bürozeiten erreichbar. Telefon Geschäfts-stelle 05 11 / 66 00 93

Mauersegler und Co

Mehr zum Schutz Gebäude bewohnender Arten und zum  Mauerseglerschutz

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