Vier Jahre haben über 500 WissenschaftlerInnen aller Kontinente und Fachrichtungen im Auftrag der Vereinten Nationen und der Weltbank an der Lösung der Frage gearbeitet:
Wie können wir durch die Schaffung, Verbreitung und Nutzung von landwirtschaftlichem Wissen, Forschung und Technologie Hunger und Armut verringern, ländliche Existenzen verbessern und gerechte, ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Entwicklung fördern?
Das Ergebnis ihrer Arbeit ist der Weltagrarbericht (http://www.agassessment.org/ bzw. www.weltagrarbericht.de). 62 Staaten haben ihn unterzeichnet. Eine zentrale Botschaft des Weltagrarberichtes lautet: „Hunger ist vor allem ein ländliches Problem und kann nachhaltig nur vor Ort überwunden werden“. Hierbei ist zu klären, wie mit den vor Ort verfügbaren Mitteln der optimale Ernährungsertrag einer Fläche bei minimalem Ressourcenverbrauch zu erzielen ist. Das Ziel ist die Ernährungs-Souveränität, das Recht und die Möglichkeit, sich und seine Gemeinde selbst bestimmt mit ausreichender und gesunder Nahrung zu versorgen. Billigfleisch aus Europa oder anderen Teilen der Welt ist lt. Bericht keine Lösung. Es verschärft die Lage.
31 Prozent aller Klimagase schreibt der Weltklimarat (IPCC) unmittelbar der Landwirtschaft und der von ihr verursachten Landnutzungen zu. Hinzu kommen die in anderen Sektoren (Industrie, Transport, Energieporduktion und Abfall) enhaltenen Anteile der Lebensmittelproduktion und ihres Verbrauchs. Der Weltagrarbericht fordert daher eine klimafreundliche Agrarwende.