NEWS RUND UM DEN FLEDERMAUSSCHUTZ


16.03.13 Gefährliche Splitterverletzungen!

Fledermäuse, die Opfer einer Baumfällung werden, müssen regelmäßig nachuntersucht werden, da sich viele Verletzungen erst später zeigen. Zum Beispiel dringen Splitter, die tief im Körper sitzen, langsam an die Oberfläche und führen zu Entzündungen. Diese Verletzungen müssen nachbehandelt werden, sonst könnten sie für die Tiere tödliche Folgen haben. Erst wenn die Tiere vollständig genesen sind, dürfen sie wieder ausgewildert werden. Von Gudrun Becker

Das Ende einer Baumfällung

Eine Kolonie Große Abendsegler wurde im Februar 2013 Opfer einer Baumfällung. In Panik, Angst und voller Blut drängen sie sich eng aneinander, nachdem sie mit erlebten, wie 10 ihrer Familienmitglieder zersägt wurden. Die Überlebenden erreichten die BUND Fledermausstation. Tierärztin Dr. Keil und das Rettungsteam im Fledermauszentrum versorgten eine nach der anderen so schnell wie möglich. Leider mussten einige Abendsegler, deren Verletzungen so gravierend waren (abgesägte Füße) sofort eingeschläfert werden.

BUND Hinweis: Wenn Sie planen, Laubbäume zu fällen, insbesondere ältere Bäume mit dicken Stämmen und Ästen, suchen Sie zuvor Stamm und dickere Äste nach oder vor der Vegetationsperiode sorgfältig, ggf. mit Hilfe eines Fernrohres nach Baumhöhlen ab. Wenn Sie Baumhöhlen finden, verständigen Sie den BUND (0511) 660093 oder Artenschutzexperten aus Ihrer Region, damit untersucht wird, ob dort Fledermäuse ihr (Winter-)Quartier haben. Vor der Baumfällung ist sicherzustellen, dass sich keine Tiere mehr in der Baumhöhle befinden!

In dieser Abendseglergruppe, die bei der Baumfällung zu schaden kam, sind viele jugendliche Tiere. Das BUND Fledermausteam arbeitete ca. 40 Stunden in Schichten unermüdlich, um den Tieren zu helfen. Soweit wir es heute (16.3.2013) beurteilen können, werden die meisten Tiere voraussichtlich überleben und im Frühjahr wieder ausgewildert werden können.

Lernen, aus dem Napf zu fressen

Immer noch völlig verängstigt lernt dieser Große Abendsegler nun das Fressen aus dem Napf, damit er während der Behandlungszeit selbstständig Futter aufnehmen kann wie er möchte. Er ist dann nicht auf Fütterungszeiten angewiesen. Das Fressen aus dem Napf müssen die Tiere erst erlernen, da sie gewohnt sind zu jagen. Von Gudrun Becker

16.03.13

Einige Tiere müssen weiterhin per Hand Futter und Wasser bekommen, da sie das Fressen aus dem Napf noch nicht richtig gelernt haben. Geduldig bringen unsere Arbeitsgruppen-Mitglieder den Tieren das Fressen und Trinken aus dem Napf bei. Neben der regulären Arbeit in der Fledermausstation, waren gestern die ehrenamtlichen Pfleger über 6 Stunden gestern bei 5° C. im Winterquartier der Station im Einsatz. Von Gudrun Becker

16.03.13 Regelmäßige Untersuchung

Regelmäßig müssen die Fledermäuse, die Opfer einer Baumfällung wurden, von unserer Tierärztin nachuntersucht werden, da sich viele Verletzungen erst später zeigen. Zum Beispiel dringen Splitter, die tief im Körper sitzen, langsam an die Oberfläche und führen zu Entzündungen. Diese Verletzungen müssen nachbehandelt werden, sonst könnten sie für die Tiere tödliche Folgen haben. Erst wenn die Tiere vollständig genesen sind, können sie wieder in die Natur entlassen werden. Von Gudrun Becker

15.03.13 Winterschlaf in der Fledermausstation

Die Opfer der letzten Baumfällung verbringen bei uns einen geschützten Winterschlaf, bevor sie wieder ausgewildert werden können.

13.02.13 Spätfolgen einer Baumfällung

Die schwerverletzten Abendsegler-Weibchen, die als Opfer einer Baumfällung zu uns kamen, mussten aus medizinischen Gründen zur weiteren Behandlung im Warmen sitzen und konnten nicht in unserer Fledermausstation den geschützten Winterschlaf fortführen. Ohne die Behandlung wären sie verstorben, so dass wir keine Auswahl hatten, ob die Tiere ihren Winterschlaf fortsetzen oder für die Behandlung warm gehalten werden sollten. Dies hat natürlich zur Folge, dass es zu Frühgeburten kommt, denn die meisten Abendseglerweibchen sind schwanger. Am 12.03.2013 bekam ein Abendsegler-Weibchen zwei Totgeburten als Spätfolge der Baumfällung, die nicht nur die lebenden, sondern auch die zukünftige Generation schädigt. Ein anderes Weibchen brachte gestern zwei gesunde Babys zur Welt. Von Gudrun Becker

Mehlwürmer für Fledermäuse

Im Fledermauszentrum Hannover werden verletzte Fledermäuse gepflegt und wieder aufgepeppelt. Jeden Tag werden die weißen weichen Mehlwürmer aussortiert, um sie den Tieren mit Zahn- / Zahnfleischproblemen anzubieten. Einige Opfer der letzten Baumfällung hatten sogar Splitter direkt im Maul.

pala-Verlag übernimmt Fledermauspatenschaft

Dezember 2012: Der pala-Verlag hat bei uns für zwei Fledermauspatenschaften gespendet, die es u.a. beim Gewinnspiel zu gewinnen gibt. Der BUND sagt "Lieben Dank für diese tolle Unterstützung!"

Hier geht's zum Gewinnspiel:
http://www.pala-verlag.de

24 Stunden zwischen Angst und Hoffnung

Foto: Zweifarbfledermaus

Eine Zweifarbfledermaus erreichte uns in einem sehr kritischen Zustand. Sie war in einen Fahrstuhlschacht gefallen - verletzt und mit Öl und Dreck verschmiert kam sie zu unserer Tierärztin. Die letzten 24 Stunden waren kritisch, es bestand akute Lebensgefahr! Nun hat sie das Gröbste überstanden und gute Chancen auf eine vollständige Genesung und Wiederauswilderung im nächsten Frühjahr.

Junge Abendsegler kehren zur Auswilderungsstation zurück

11.12.12 Erstaunlich: 13 der in Gefangenschaft geborenen Großen Abendsegler, die im Sommer ausgewildert wurden, kamen vorletzte Nacht in die Auswilderungsstation zurück. Sie wurden gewogen,neu mit Nagellack an den Krällchen markiert und sofort wieder in die Aufwilderungsstation gesetzt, die nach außen geöffnet ist. So können die Tiere selbst entscheiden, ob sie in einem der Winterkästen im Gebäude oder in einer Baumhöhle im nahen Wald überwintern möchten. Schön zu sehen war, dass die Großen Abendsegler, die in Gefangenschaft geboren und dann geschützt ausgewildert wurden (Methode nach Jürgen Gebhard), ohne jede menschliche Hilfe gut überlebt haben.

3.10.12 Der erste "Schornsteinfeger" des Jahres eingeliefert - im Herbst können nicht abgedeckte Schornsteine zur Todesfalle für Wärme suchende Fledermäuse werden

Die Zahl der hilfebedürfig eingelieferten oder von der BUND Arbeitsgruppe abgeholten Fledermäuse hat auch über den ganzen Sommer nicht abgenommen. Im Durchschnitt landeten wöchentlich sechs Neuzugänge, darunter viele schwache Jungtiere, in der Praxis, wo sie behandelt und versorgt wurden.
 
Ein Fall aber war besonders dramatisch. Am 3.10.12 wurde eine Rauhhautfledermaus gebracht, deren Finderin folgendes berichtete: Sie hatte in der letzten Zeit täglich ihren Ofen angesteckt, auch an diesem Tag zunächst gereinigt und dann wieder das Feuer angezündet. Als sie nach einigen Minuten nachschaute, ob es auch angegangen war, sah sie zu ihrem Schrecken eine Fledermaus, die sich im brennenden Ofen vor der Scheibe bewegte und verzweifelt einen Ausgang suchte! Beim hastigen Öffnen der Ofentüre bekam die kleine Fledermaus unglücklicherweise noch den Flügel dazwischen, der stark gequetscht wurde und nun völlig blutunterlaufen aber wohl wenigstens nicht gebrochen ist. Sie war über und über mit dickem, schwarzen Ruß bedeckt, der in mehreren Waschgängen erst mal entfernt werden mußte, damit sie ihn nicht auch noch verschluckte. Bei allem Pech, das sie hatte, sich ausgerechnet ein Ofenrohr als dunkles und wohl auch noch restwarmes Versteck zu suchen, hat sie dennoch ein ungeheures Glück gehabt, daß sie nicht lebendig geröstet wurde!
Auch ihre Rauchgasvergiftung hat sie überstanden und erholt sich nun langsam. Sie frißt noch nicht alleine aus dem Napf, läßt sich aber dankbar füttern. Ihr Flügel sieht noch immer schlimm aus und wird weiter behandelt, aber vermutlich wird sie im Frühjahr wieder freigelassen werden können, wenn die Muskulatur nicht zu stark geschädigt ist und sich über den Winter regenerieren kann. Sie bleibt also bis auf weiteres stationär in Behandlung.
 
Das ist leider nicht der erste Fall dieser Art: Im letzten Jahr bekam Dr. Renate Keil einen ganzen Karton voll bereits toter Zwergfledermäuse aus einem Kamin, die offenbar über einen längeren Zeitraum hinweg dort immer wieder hineingeraten und verhungert und verdurstet waren und teils bereits mumifiziert waren, teils gerade gestorben waren. Deshalb möchte der BUND hier eine dringende Bitte an alle Ofen- und Kaminbesitzer richten:  Bringen Sie bitte ein dicht anliegendes Gitter über der Schornsteinöffnung an, denn nicht nur Fledermäuse, auch viele Vögel  verunglücken auf diese Weise. Sicher ist auch der Schornsteinfeger dazu bereit, bei der nächsten Reinigung ein Gitter über das Rohr zu stülpen, wenn Sie es vorbereitet haben. Größer als 1 cm sollte die Maschenweite möglichst nicht sein, sonst passen Zwergfledermäuse durch. Bitte schauen Sie öfter mal mal im Kamin nach, ob nicht jemand drin sitzt...

Viele Fledermäuse suchen gerade im kühler werdenden Herbst die vom Schornstein abgestrahlte Wärme. Manchmal finden sie eine Gelegenheit, neben dem Schornstein durch eine Ritze zwischen den Ziegeln zu schlüpfen, wo sie dann gerne auch überwintern. Leider führt die Suche nach dem warmen Versteck dann manchmal auch in das glatte Ofenrohr, das kein Hochklettern ermöglicht und zur Todesfalle wird.
 

Kluge Fledermaus

Die vielen Abendsegler-Jungtiere, die von den bei Baumfällungen verletzten Weibchen hier in der Obhut der Tierärztin Dr. Keil geboren wurden oder teilweise auch per Kaiserschnitt geholt werden mußten, wurden in Misburg erfolgreich ausgewildert und kamen über viele Wochen zunächst fast täglich zurück, um ihren noch nicht ausreichenden Jagderfolg durch die noch ständig angebotenen Mehlwürmer auszugleichen. Je geschickter sie bei der Jagd wurden, umso weniger Mehlwürmer wurden genommen, und nach kurzer Zeit hatten sie sich den hier ebenfalls jagenden "wilden" Abendseglern angeschlossen, was unter anderem daran zu sehen waren, daß sie immer wieder Milben mitbrachten. Nach einigen Wochen waren sie dann selbständig und kamen nicht mehr in ihren Auswilderungskasten zurück. Man sah und hörte sie nur noch jagen.
Eines Tages im August 2012 war morgens im Operationsraum der Tierarztpraxis ein ziemliches Durcheinander: Verschiedene Dinge waren vom Tisch und vom Regal gefegt und lagen auf dem Boden. Bei der Suche war der "Übeltäter" schnell gefunden: ein Abendsegler mit Resten von rotem Nagellack auf den Daumenkrallen - unsere Markierung für die freigelassenen Jungtiere. Der kleine Kerl hatte irgendeine Auseinandersetzung gehabt, eine leichte Flughautverletzung mit geschwollenen Fingergelenken und eine Bißwunde im Hinterteil. Vielleicht hatte da ein anderes Männchen sein Quartier verteidigt. Nun hatte er sich wohl erinnert, wo es Hilfe und Futter in solchen Fällen gibt und war ohne Umweg und Termin gleich in den OP geflattert...
Dr. Renate Keil merkt dazu an: "Eine solche Intelligenzleistung hätte ich Fledermäusen früher nie zugetraut, inzwischen aber schon mehrfach erlebt. Übrigens ist der Kleine inzwischen wieder draußen und hat hoffentlich ein eigenes, sicheres Quartier gefunden."

Zeit für eine Auswertung - unsere Fledermauspatienten

Viele Fledermauspatienten haben uns dieses Jahr erreicht - hier eine kleine Auswertung: In 2012 (Stand 21.09.2012) wurden bisher 256 Fledermauspatienten zu uns gebracht, davon sind 43 tot angekommen oder verstorben.

189 Tiere konnten bisher in 2012 ausgewildert werden. Hierunter auch einige Langzeitpatienten, die teilweise bis zu drei Jahren in der Rehabilitationsphase waren. Konstantes Trainieren der Tiere kombiniert mit einer engen medizinischen Überwachung und guten Versorgung führten letztendlich bei den Tieren zum Erfolg. Nun können Sie wieder in Freiheit in ihrem natürlichen Lebensraum leben. Dieses Ergebnis zeigt uns, dass sich unsere Arbeit auch und insbesondere lohnt, wenn Tiere aufgrund ihres Verletzungsmusters nicht nach kurzer Zeit wieder ausgewildert werden können, sondern einer längeren Genesungsphase entgegen sehen.

Erstmals gelang uns auch die Auswilderung von 40 Abendseglerbabys, deren Mütter bei Baumfällungen zu Schaden kamen. An dieser Stelle noch mal ein großes Dankeschön an Jürgen Gebhard für die ausführliche Beratung.

BUND Vortrag auf Fledermaustagung

Auf der Landesfachtagung der Landesgruppe Fledermausschutz, organisiert vom NABU Rodenberg, war Dr. Renate Keil als Mitglied der Arbeitsgruppe Fledermäuse des BUND Region Hannover mit einem Vortrag eine der Referentinnen. 

KOSTENLOS mit Internetsuchmaschine Fledermäusen helfen oder Spenden

Die medizinische Versorgung von verletzten Fledermäusen im BUND Fledermauszentrum in Hannover und die Pflege der Tiere erfordert nicht nur großes Engagement und Zeit, sondern auch finanzielle Mittel. Wir benötigen Geld für Futter, Medikamente, Zusatzpräparate, medizinisches Material, Holz, Reparaturen, Energiekosten und vieles mehr. All das müssen wir ausschließlich aus Spenden und Zuwendungen finanzieren. Pro Monat sind dies rund 1000 Euro. Sie können jetzt das BUND Fledermausprojekt unterstützen mit einer kostenfreien Suchmaschine im Internet. Das geht ganz einfach und kostet Sie keinen Cent, nur einen Augenblick Zeit:

  • Dann dürfen Sie eine Auswahl treffen, für welche Organisation Sie spenden möchten. Bitte AG Fledermäuse des BUND Region Hannover eingeben und bestätigen. Schon spendet benefind für jede zweite Suche einen Cent an unser Projekt!
  • Bitte sagen Sie dies weiter, damit wir viele Unterstützerinnen und Unterstützer für den Fledermausschutz gewinnen.

Shoppen für Sie und für die Fledermäuse

Die AG Fledermäuse finden Sie jetzt auch bei www.benesale.de , wo mit jedem Einkauf über einen der dort verfügbaren Online-Shops ein kleiner Betrag an uns gespendet wird! Es geht ganz einfach

unter 1. einen Shop auswählen
unter 2.  "AG Fledermäuse" suchen und dies dann bei Anzeige anklicken/bestätigen und
unter 3. dann das Shoppen starten.
Verfügbar sind viele bekannte Shops, ist für jeden was dabei. Viel Spaß beim Einkaufen!
www.benesale.de

 

Fledermaus gefunden! Was tun?

Einzelne Tiere können Sie direkt zu Frau Dr. Keil, Tierärztin, Am Blauen See 1, Hannover-Misburg bringen. In dringenden Fällen können Sie Dr. Keil anrufen; falls sie nicht erreichbar ist, sprechen Sie auf die Mailbox, dann werden Sie zurückgerufen: 0157-37116136. Mehr dazu in der Pressemitteilung. Ansonsten und auch bei Unfällen, Baumfällungen, unverhofften Funden bei Hausabdeckungen verständigen Sie bitte sofort den Tierrettungswagen der Feuerwehr unter der Rufnummer 112 Tierrettung.

Wildtierrettung durch Feuerwehr

Die Wildtierrettung zum Beispiel von verletzten Fledermäusen durch die Feuerwehr ist für denjenigen, der sie veranlasst, kostenlos. Anders ist es bei Haustieren: Wer seinen Hund und seine Katze durch die Feuerwehr retten lassen muss, hat die Kosten für den Einsatz zu tragen.
Fledermaus gefunden!

Spenden und Spendenurkunden für den Fledermausschutz

ür eine Spende von 10, 15 oder 20 Euro bekommen Sie eine wunderschöne Spendenurkunde. Das geht ganz einfach: Wenn Sie spenden, schreiben Sie uns eine Nachricht an savethebatsnow@gmx-topmail.de (Betreff: Spendenurkunde Fledermäuse) mit Namen und Adresse wo wir die Spendenurkunde hinschicken dürfen - und schon kommt die Urkunde inklusive Spendenbescheinigung vom BUND zu Ihnen.

BUND Region Hannover - Spendenkonto:
Kontoinhaber: BUND Region Hannover
Konto-Nr.: 457 66 300
Bankleitzahl: 250 100 30
Kreditinstitut: Postbank Hannover
Verwendungszweck: FLEDERMÄUSE

Was bewirkt meine Spende? Hier ein paar Beispiele:

Futterset klein: 5,- € (zum Beispiel für ca. 300 g Mehlwürmer)
Futterset groß: 10,- € (zum Beispiel für Mehlwürmer sowie Vitaminpräparate)
Medizinset klein: 15,- € (medizinisches Zubehör wie zum Beispiel Spritzen, Wattestäbchen und Handschuhe)
gemischtes Versorgungsset: 25,- € (zum Beispiel Küchenpapierrollen, Holz, auswechselbare Inneneinrichtung für Quarantänestationen)
Medizinset groß: 40,- € (zum Beispiel Salben, Desinfektionsmittel, Antibiotika, Schmerzmittel, Aufbaukost usw.)

Natürlich können Sie auch jeden anderen Betrag spenden. Die Spenden können steuerlich geltend gemacht werden. Bis 100 Euro gilt automatisch der Überweisungsträger als Spendenbeleg. Geben Sie dies beim online-Banking an, indem Sie "als Spende markieren" anklicken.

Bitte beachten Sie auch unsere Rubrik "Patenschaften" - http://region-hannover.bund.net/themen_und_projekte/fledermaeuse/patenschaft_fuer_eine_fledermaus/ 

Immer im vollen Arbeitseinsatz - Unsere Arbeitsgruppe Fledermäuse

17.7.2012 Wir haben eine Aufstellung gemacht, wo unsere AG Mitglieder überall aktiv sind - diese Aufstellung hat selbst uns überrascht: Tierpflege, Tier-Intensivbetreuung, tierärztliche Versorgung, medizinische Betreuung, Flugtraining, Auswilderungen, Bestandskontrollen Wasserfledermäuse, Bürgerberatung telefonisch und vor Ort fleißig unterstützt durch die AG Mauersegler, Öffentlichkeitsarbeit bei Veranstaltungen, Spendenaquise, Patenschaftswerbung, Betreuung der Fledermausseite auf der BUND-Homepage unermüdlich unterstützt durch Sibylle, Internetbetreuung unserer Internetauftritte (bei Helpedia, Greenaction, Facebook, naturwelt.org, My Heimat, Benesale, Benefind, Savethebats), Merchandising inklusive Einkauf oder Basteln, Pressearbeit, Stiftungsanträge stellen, Bauleitung Fledermauszentrum, Kontakt Naturschutzbehörden, Schulungen an der Tierärztlichen Hochschule und für das Baumschutzteam der Stadt Hannover, Erhaltung der Stadtbäume unterstützt durch unsere Baumcampaigner Georg und Gerd, Ebay-zu Gunsten der Fledermäuse, Durchführung Flohmärkte, Organisation der AG Einsätze, Organisation Pflegeplan, Klein-Sponsoren- und Sachmittelaquise, Betreuung und Durchführung Handwerksarbeiten rund um das Fledermauszentrum, Einsatzfahrten, Einkauf, Erstellen von Infomaterialien, Versand von Infomaterial inklusive überregionaler Fernberatung, Kontaktpflege zu anderen Fledermausgruppen bis hin zur Schweiz, Arbeit im Gelände und viele viele weitere Aufgaben rund um die Fledermäuse. Die Aufgabe Schutz und Quartiererhaltung /-schaffung Gebäude bewohnender Fledermausarten hat freundlicherweise die AG Mauersegler übernommen.

An dieser Stelle einen Riesendank an die AG Mauersegler, unsere Baumcampaigner, Sibylle, den Vorstand des BUND Region Hannover, den BUND Landesverband, Thomas, Ingo, Arnold für die aktive Mitarbeit. Ebenso danken wir dem BUND Bundesverband, NABU Langenhagen, Greenpeace Hannover, Greenpeace Deutschland, Brandschutztechnik Berge Laatzen, Bingo Umweltstiftung, der Landeshauptstadt Hannover, der Tierärztichen Hochschule Hannover, der Berufsfeuerwehr Hannover für die Unterstützung unserer Arbeit! 

AG Fledermäuse sucht Hilfe bei Einsatzfahren

Täglich erreichen den BUND Anfragen zu verletzten Fledermäusen, oft über die Tierärztliche Hochschule, wo die Tiere abgeliefert worden sind. Die Feldermäuse sind oft so geschwächt, dass sie sofort medizinische Versorgung benötigen, die der BUND in Kooperation mit der TiHo übernimmt. Daher ist es sehr wichtig, dass die Tiere möglichst sehr schnell zu unserer Tierärztin, Dr. Renate Keil, gebracht werden. In der Arbeitsgruppe Fledermäuse gibt es jedoch nur sehr wenige Mitglieder, die über einen Pkw verfügen und diese sind noch dazu tags nicht verfügbar, da sie berufstätig sind. Daher brauchen wir Verstärkung durch ehrenamtlich, motorisierte Helferinnen und Helfer, die den Fahrdienst zwischen Tierärztlicher Hochschule und Tierarztpraxis in Misburg übernehmen könnten. Wer kann uns bei Einsatzfahrten unterstützen? Fachkenntnisse sind nicht erforderlich! Bitte melden bei savethebatsnow@gmx-topmail.de

BUND trauert um Elke Mühlbach

Elke Mühlbach ist am 3.Mai 2012 im Alter von 58 Jahren verstorben.
Elke war über 20 Jahre aktives Mitglied im BUND, seit April 1996 Vorstandsmitglied und seit April 2004 Geschäftsführender Vorstand.
Elke  Mühlbach war seit 1996 für den Naturschutz im Eilenriedebeirat der Landeshauptstadt Hannover und in den letzten beiden Wahlperioden bis 2011 im Namen des BUND vertreten.
Sie hat die Arbeitsgruppe Fledermäuse im April 1994 gegründet und diese bis zu ihrem Tode geleitet.
Von ihren unermüdlichen Aktivitäten für den Naturschutz und speziell für den Fledermausschutz sind besonders hervorzuheben:

Eine Fledermaus nimmt Abschied

26.6.2012 Zwei Abendseglerweibchen aus einer Baumfällung kamen gemeinsam zu uns in Behandlung. Als ein Weibchen gestern verstarb, legte ihre Abendseglerfreundin ihr Köpfchen auf das tote Weibchen. Minutenlang blieb sie so sitzen, dann ging sie an ihren Schlafplatz zurück. Dort sonderte sie sich jedoch von den anderen Abendseglerpatientinnen ab, sie wollte allein sein und Abschied nehmen.

Nachricht aus der Freiheit

25.06.12
Hallo liebe Menschen,
ich bin Midas - ein Großer Abendsegler. Ich bin vor fast 4 Jahren schwer verunglückt bei einer Baumfällung. Aber ich wurde gefunden und mir wurde geholfen! Lange Zeit konnte ich nicht fliegen, trotzdem habe ich immer weiter geübt. Gestern war es dann soweit - ich konnte meinen Weg in die Freiheit antreten. Wir sind in einen wunderschönen Park mit vielen Bäumen gefahren. Der Park war mir bekannt, denn ganz in der Nähe hatte ich meinen Unfall. Einige meiner Artgenossen waren bereits auf der Jagd. Schnell bin ich aus meiner Transportbox geklettert und dann ging es auch schon los. Ich bin gestartet, zurück in mein Zuhause! Ich danke euch Menschen für eure Fürsorge und dass ihr immer an mich geglaubt habt. Lebt wohl!
Euer Midas

Auswilderungen bis Mitte Ende Juni 2012

Seit April 2012 hat die AG Fledermäuse insgesamt 146 Fledermäuse ausgewildert! Einige von ihnen waren Langzeitpatienten, andere wiederum waren nur ein paar Tage in Pflege.

Auf dem Foto ist Miezzi zu sehen - ein Kleiner Abendsegler. Foto: Gudrun Becker.

Shoppen für Sie und die Fledermäuse

Die AG Fledermäuse finden Sie jetzt auch bei , wo mit jedem Einkauf über einen der dort verfügbaren Online-Shops ein kleiner Betrag an uns gespendet wird!
Einfach bei 1. einen Shop auswählen und bei 2. mit "AG Fledermäuse" suchen und dies dann bei Anzeige anklicken, mit 3. dann das Shoppen starten.

Verfügbar sind viele bekannte Shops, ist für jeden was dabei. Viel Spaß beim Einkaufen!
www.benesale.de

 

Gesund gepflegte Fledermäuse werden wieder in die Freiheit entlassen

Die Auswilderungen sind gestartet! Am 21.März 2012 konnten eine Rauhhautfledermaus und eine Zwergfledermaus als erste genesene Patienten dieses Jahr unsere Krankenstation verlassen - sie befinden sich nun wieder in Freiheit bei ihren Artgenossen.

Die Auswilderung ist wetter- und trainingsabhängig jetzt in vollem Gang, sie ist nur recht zeitaufwendig, weil die Tiere ja an ihre Fundorte zurück gebracht werden müssen, und das bei Einsetzen der Dämmerung. Das begrenzt die Zahl der an einem Abend freizulassenden Tiere natürlich, aber die Arbeitsgruppe Fledermäuse nutzt jede Gelegenheit und passende Wetterlage. Auch ein Teil der Misburger Abendsegler wird in den nächsten Tagen wieder selber jagen können, die anderen müssen noch ein wenig üben oder noch einige jetzt erst entstandene Splitterabszesse abheilen lassen.

Vor der Auswilderung müssen die Tiere nach Verletzungen mehrere Tage trainiert werden. Dabei ist die Lebensweise der Tiere zu beachten: Große Abendsegler zum Beispiel können nachts sehr lange Strecken über 100 km zurücklegen. Die Tiere benötigen daher eine besonders gute Kondition und müssen fleissig trainiert werden. Zudem ist ihre Jagdgeschwindigkeit in Freiheit sehr hoch, die sie beim Training ebenfalls erreichen müssen. Außerdem ist bei der Auswilderung das Wetter in der Zugrichtung der Tiere zu beachten!

Wasserfledermäuse jagen über Gewässern, auch sie brauchen eine sehr gute Kondition und nach Verletzungen mehrere Tage Übungen.

Alle Fledermausarten müssen in der Lage sein,  ohne Hilfestellung vom Boden starten zu können. Dies ist überlebenswichtig!

Wichtig ist, die Trainingsergebnisse schriftlich festzuhalten. Ein Tier, dass an einem Tag gut fliegt, kann am nächsten schon nicht mehr fit sein, weil es vielleicht am Vortag alle Kräfte verausgabt hatte. Das Training muss am Abend oder nachts erfolgen, um die Aktivitätsphase der Tiere zu nutzen. Vor dem Training müssen sich die Tiere ausreichend auf Flugtemperatur aufgewärmt  haben. Werden die Tiere tagsüber trainiert oder es fehlt die Geduld zu warten, bis sie richtig warm sind, fallen die Trainingsergebnisse entsprechend schlechter aus. Dies könnte eine Auswilderung unnötiger Weise verzögern!

Sorgfältige Vorbereitung der Auswilderung von Fledermäusen

  • Das Wetter muss gut sein, es darf also nicht stürmisch sein, regen oder frostig sein. Beim Großen Abendsegler ist auch die Zugrichtung zu beachtenndort (bzw. in unmitelbarer Nähe) ausgewildert werden. Fledermäuse sind sehr soziale Tiere, sie kennen ihre Gruppenmitglieder. Zudem kennen sie am Fundort auch mögliche Quartiere und Jagdgebiete.
  • Kurz vor der Aktivitätsphase sollte man mit den Tieren am Auswilderungsort angekommen sein. Sobald freie Artgenossen fliegen, lässt man seine Schützlinge einfach mitfliegen. So können die Tiere gleich Anschluss finden. Es ist unbedingt vor der Freilassung darauf zu achten, dass sich die Tiere auf Flugtemperatur aufgewärmt haben. Sollten keine Artgenossen fliegen, gilt es sich nochmal zu vergewissern, ob wirklich alle oben genannten Bedingungen (Wetter / Ort) stimmen. Falls nein, ist es besser, die Auswilderung abbrechen! Falls alle Faktoren positiv sind, können die Tiere in die Freiheit entlassen werden.
  • Idealerweise sucht man bereits im Auswilderungsgebiet ein bis zwei Tage vor der geplanten Auswilderung nach Artgenossen. Dann kennt man genau ihre Ausflugszeit und ihr Gebiet.
  • Für Große Abendsegler hängt man am besten einen Kasten mit einem Einflugloch sehr hoch (!) im Baum am Auswilderungsort auf. Die Tiere werden vor Sonnenuntergang dort eingesetzt. Sie fliegen dann selbstständig aus. Sobald alle Tiere den Kasten verlassen haben, wird der Kasten wieder abgenommen.

Neuzugänge von Fundtieren im Februar 2012 in Tierarztpraxis Dr. Keil

  • 31.01.12 Zwergfledermaus als "Kälteflüchtling"
  • 06.02.12 Eine Zwergfledermaus hatte sich in einer Wohnung verirrt und war im Waschmittelbehälter gelandet. Die Bewohner hatten sie entdeckt und die BUND Arbeitsgruppe Fledermäuse verständigt. Erst stand es sehr schlecht um den Kleinen, denn Waschpulver war in Ohren, Augen, Nase und offenbar auch in der Lunge. Das arme Tier hat starke Atemnot. Doch schon 24 Stunden begann die Zwergfledermaus zu trinken und im Urin war kein Blut mehr zu finden. Leider war das nur ein kurzer Hoffnungsschimmer, wenig später verstarb das Tier an den Folgen der Waschmittelvergiftung.
  • 06.02.12 Zwergfledermaus als "Kälteflüchtling" Bei den jetzt gefundenen Zwergfledermäusen ist davon auszugehen, dass ihre Winterquartiere für die anhaltende Kälte nicht frostsicher genug waren. Daher haben die Tiere versucht, ein neues geeignetes Quartier zu finden. Leider gibt es für diese Tiere kaum noch Unterschlupfmöglichkeiten, so dass sie letztendlich geschwächt eine letzte Zuflucht in Wohnungen oder Treppenhäuser suchen: Eine tödliche Falle, denn hier finden sie weder den Ausgang wieder, noch Wasser zum Trinken. Wenn Sie den Tieren vorausschauend helfen möchten, über den Winter zu kommen, dann schauen Sie hier, wie sie tätig werden können: region-hannover.bund.net/fileadmin/bundgruppen/bcmshannover/Schutz_Gebaeude_bewohn_Arten_Projekt/Broschuere_2011_Druckvorlage_Homepage.pdf
  • 06.02.12 Zwergfledermaus als "Kälteflüchtling"
  • 07.02.12 Zwergfledermaus: Ein Baustellenfund aus dem CCL, (mit weiß gestrichenen Krallen...)
  • 07.02.12 Ein Großer Abendsegler lag mit Blutergüssen/Frostschaden? untergewichtig bei - 10°C auf einem Balkon in Stöcken.
  • 07.02.12 Ein weiterer Zwerg kam gleichzeitig bereits tot bei Dr. Renate Keil an.
  • 13.02.12 Drei Zwergfledermäuse als Kälteflüchtlinge mit teilweisen Erfrierungen.
  • 15.02.12 Und schon wieder eine intelligente Fledermaus: Ein untergewichtiges, leicht ausgetrocknetes, aber unverletztes Rauhhautfledermausweibchen, war in das Treppenhaus bei der Bauordnung der Landeshauptstadt Hannover eingeflogen. Als die Mitglieder der AG Fledermäuse eintrafen flog sie direkt zu einem Mitglied und landete auf der Jacke. Somit konnte sie auf dem schnellsten Weg zur Tierärztin gebracht werden. Nun wird sie auf Normalgewicht gebracht und bis zur Auswilderung wieder eingewintert.
  • 17.02.12 Flatterte ein abgemagertes, sehr hungriges und durstiges Zwergfledermausmännchen bei Dr. Keil in das Zimmer. Da es sofort sehr zutraulich war und sich ohne zu zögern nach der Versorgung mit Wasser über den Mehlwurmnapf hermachte, ist zu vermuten, daß es eins der drei Männchen ist, die bereits ein Jahr vorher den Winterschlaf und eine Genesungszeit bei Frau Dr. Keil verbracht haben, als beim Winteranfang durch Renovierungen ihr Quartier in Misburg zerstört wurde. Da der Kleine aber nur schlecht fliegen kann, obwohl keine Verletzung erkennbar ist, muß er wohl schon wieder irgend ein Unglück erlebt haben. Auch in der Nähe des blauen Sees in Misburg sind Baumaßnahmen und Baumfällungen gewesen. Jetzt erholt er sich erst mal.
  • 20.02.12 Es wurde ein stark ausgetrocknetes, untergewichtiges Abendseglermännchen, das in Langenhagen in einer Wohnung gefunden zur Tierärztin Dr. Keil gebracht. Es ist voller Holzsplitter und hat am Flügel einen großen Bluterguß und eine nässende Flughautentzündung, aber zum Glück unverletzte Knochen. Innere Verletzungen sind bisher nicht erkennbar, sodaß er hoffentlich bald wieder fliegen darf, wenn alles verheilt ist und das Tier wieder Reserven hat. Wenn solche Tiere, die mit letzter Kraft noch flugfähig sind, von gutwilligen, aber unwissenden Leuten einfach wieder freigelassen werden, ist das ihr sicheres Todesurteil. Leider ist das viel zu wenig bekannt! Solche Verletzungen sind auch nur bei genauer Untersuchung erkennbar, die ein Laie niemals durchführen kann. Wir danken deshalb den umsichtigen Bürgern, die uns das Tier gebracht haben. Wir bitten unsere Leserinnen und Leser, uns dabei zu helfen, viele Menschen über das richtige Vorgehen in solchen Fällen aufzuklären.
  • 21.02.12 Ein älteres Zwergfledermausweibchen aus Kleefeld mit 3,6g Untergewicht mit so starkem Zahnstein und Zahnfleischentzündung, daß es wohl nur noch unter großen Schmerzen fressen konnte. Nach der Erstversorgung mit Flüssigkeit und Glucose ließ es sich widerstandslos den Zahnstein entfernen, zum Glück waren die Zähnchen noch nicht gelockert. Jetzt sind sie sauber, und die Kleine frißt schon die ersten Mehlwürmer.
  • 21.02.12 Ein zum Skelett abgemagertes Abendseglerweibchen aus Großburgwedel, wieder ein Baumfällungsopfer voller Splitter. Nach mehreren Infusionen hat sie sich wider Erwarten erholt und scheint inzwischen über den Berg zu sein, schont aber einen Hinterfuß. Eine nette Dame hat sie zu mir gebracht und versprochen, sich die in der Nachbarschaft gefällten Bäume anzusehen, wenn sie nicht schon abtransportiert sind, bisher kam aber keine weitere Meldung.
  • 23.02.12 Heute habe ich ein halbverhungertes, ausgetrocknetes Abendseglerweibchen abgeholt, das gerade noch 2/3 des Normalgewichtes hat und kalt und naß neben einem Gebäude im Zoo lag, voller teilweise entzündeter Holzsplitterwunden, mit zwei Löchern in einem Flügel. Nach einer Infusion hat es sich schon etwas erholt und trinkt und frißt.
  • 23.02.12 Ein Zwergfledermausweibchen mit einer gebrochenen Flügelspitze, die sie nach Abheilung aber nicht am Fliegen hindern wird, hat sich in Stöcken in ein Labor gerettet. Alle bisherigen Patienten sind auf dem Weg der Besserung.
  • 24.02.12 Einer der Misburger Baumfällungs-Abendsegler hat während der extremen Frostperiode wohl ein geschütztes Quartier gefunden, aber jetzt, wo es wärmer geworden ist, kam auch er, um seine Splitterabszesse behandeln zu lassen. Einige kleine hat er schon selbst aufgebissen, die nötigen Medikamente fehlten ihm wohl... Heute Abend, mehrere Wochen nach den anderen, saß auch er im Fledermauskasten am Haus von Dr. Keil. Nun kann er den wenigen Tieren seiner Gruppe, die noch behandelt werden und daher wach sind, Gesellschaft leisten, bis sie hoffentlich bald alle zusammen wieder in den inzwischen angebrachten Winterkasten gesetzt werden, von dem aus sie sich dann eine neue Baumhöhle suchen können.
  • 29.02.12 In der vergangenen Nacht kämpften wir mit fünf nächtlichen Helfern unserer Arbeitsgruppe Fledermäuse um das Leben von 40 verletzten Großen Abendseglern aus Celle. Sie alle waren Opfer einer Baumfällung geworden. Die Verletzungen reichen von Splittern über Abzesse bis hin zu Flughautrissen und Knochenbrüchen. Unsere Tierärztin untersuchte ein Tier nach dem nächsten und entfernte die Parasiten, nahm teilweise Urinproben und entfernte schon mal die Splitter, die an kritischen Stellen saßen. Die weitere medizinische Versorgung folgt die nächsten Tage. Wir anderen Helfer versorgten die völlig ausgelaugten Tiere mit Futter und Wasser. Wo genau die Baumfällung stattgefunden hat, können wir leider nicht nachvollziehen. Die 40 Tiere hatten sich aus dem gefälltem Baum retten können, da sie noch fliegen konnten und sind in einen Fledermauskasten an einem Haus geflüchtet. Die Bewohner hatten uns glücklicherweise verständigt und einer unserer Helfer ist vor Ort geeilt, um die Tiere abzuholen. Wie viele Tiere die Baumfällung nicht überlebt haben, ist leider ungewiß.
  • 15.03.12 Neuzugänge: Zwei halbtote Abendsegler, der eine lag in Gehrden im Wald, der andere aus Kleefeld. Beide Tiere waren voller Holzsplitter, Flöhe, Milben und Darmparasiten. Mittlerweile habe sie sich beide erholt und warten auf die Wiederauswilderung.

Es geht auch anders!

Die Stadt Langenhagen hat es vorgemacht. Abgesehen davon, dass der Stadtwald nicht holzwirtschaftlich genutzt wird, müssen jedoch Verkehrssicherungsmaßnahmen vorgenommen werden. Aber die Stadt Langenhagen bespricht jede einzelne Maßnahme vorher mit den Naturschützern vor Ort, dem NABU Langenhagen. Es bleiben ausnahmslos alle Fledermausquartiere erhalten, ebenso andere für die Biodiversität des Waldes wichtige Bäume, die abgestorbenen sind. Es gibt keine Fällung oder Beschnitt, wenn dies im Widerspruch zum Artenschutz steht. Gemeinsam suchen Stadt und Naturschützer nach Lösungen. Selbst auf die Bebauung eines Waldrandgebietes hat die Stadt Langenhagen deshalb verzichtet. Wir finden: So ein vorbildliches Verhalten der öffentlichen Verwaltung hat Nachahmer verdient! So kann sich der Wald zu einem Erholungsgebiet entwickeln für Mensch und Natur!

32 mehr oder weniger stark verletzte Abendsegler suchen sich ihren dringend gebrauchten Tierarzt selber!

2.Februar 2012 -  Weihnachten, als es noch warm war, bemerkte Dr. Renate Keil, Tierärztin und aktiv in der BUND Arbeitsgruppe Fledermäuse besorgt, dass zwei von ihr als Sommerquartier aufgehängte Spaltenkästen von Abendseglern bezogen wurden, die sich durch den für kleine Fledermäuse gebauten Spalt gequetscht hatten. Da die Kästen nicht frostsicher sind, beobachtete sie die Situation täglich und stellte beruhigt fest, dass die Tiere Anfang Januar wieder ausgeflogen waren. Vor wenigen Tagen kamen sie zurück, gerade kurz vor dieser eisigen Kälte! Sie stellte die Kästen mit Inhalt zunächst frostgeschützt kalt und öffnete sie dann zur Kontrolle, was gut war, denn darin befanden sich 32 Abendsegler, 17 Weibchen und 15 Männchen, die ganz offensichtlich aus einer Baumfällung im Winterschlaf hochgeschreckt waren und auf der Suche nach einem Ersatzquartier ausgeflogen waren.

Die Tiere waren alle voller Holzsplitter in der Haut, die z.T. bereits eitrige Abszesse verursacht hatten, einige haben Abschürfwunden, bei einem Weibchen besteht ein riesiger Schulterabszess, aus dem Dr. Keil bei der Erstbehandlung ca. 1 ml Eiter entfernt hat und der täglich weiter gespült und antibiotisch versorgt werden muss. Außerdem wurden die Tiere von Milben, Flughautmilben und Flöhen in unglaublicher Zahl regelrecht ausgesaugt - verletzte, gestreßte Tiere sind - zumal bei kalten Temperaturen - nicht mehr zur Körperpflege fähig und schutzlos den Parasiten ausgeliefert. Alle Tiere werden in diesen Tagen noch von Dr. Keil behandelt und soweit nötig auf Normalgewicht gebracht, bevor sie dann ihren Restwinterschlaf geschützt fortsetzen dürfen. "Bis auf die akut kranken Tiere habe ich sie kühl gestellt, um eine vorzeitige Trächtigkeit der Weibchen zu verhindern. Nach Flugkontrolle jedes Tieres werde ich sie wieder auswildern", sagt Dr. Renate Keil.

Es scheint sich in Fledermauskreisen herumgesprochen zu haben, dass man bei Dr. Renate Keil Hilfe bekommt...  Kontakt: bund.hannover@bund.net

Tierversuche mit Fledermäusen

Durch Stromstöße ins Gehirn werden bei Ratten epileptische Anfälle erzeugt, Fledermäusen werden über Bohrlöcher Elektroden in das Gehirn eingeführt, Affen wird das gesamte Blut aus Armen und Beinen abgelassen. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche deckt Grausamkeiten in Münchner Tierversuchlabors auf. Diese Experimente sind nach Aussage des Ärztevereins zudem vollkommen nutzlos für die medizinische Forschung. Hier die Pressemitteilung dazu der AG Müchen Ärzte gegen Tierversuche.

Acht Abendsegler aus Baumfällung

23.1.2012 In der Eilenriede, dem Stadtwald Hannovers, wurden acht Abendsegler bei einer Baumfällung ihres Winterquartiers gefunden. Sie werden jetzt von der BUND Arbeitsgruppe Fledermäuse gepflegt und von der Tierärztin Dr. Renate Keil versorgt.

Der BUND rät: Solche dramatischen Situationen lassen sich vermeiden, wenn bei der Planung von Baumfällungen bereits Bäume auf Höhlen - auch mit Hilfe eines Fernglases - abgesucht werden. Wenn Höhlen gefunden werden, sollten diese Bäume dauerhaft als "Fledermausbäume" geschützt werden und nur in ganz dringenden Fällen (Verkehrssicherungspflicht) gefällt werden. Vor der Fällung müsste ein Experte zu Rate gezogen werden, um zu prüfen, ob die Höhle mit Fledermäusen besetzt ist. Wenn die Höhle nicht mit Tieren besetzt ist, sollte sie anschließend verschlossen werden, damit diese nicht mehr angeflogen werden kann.

In der Regel sterben viele Fledermäuse bei solchen Baumfällungen oder werden schwer verletzt. Aber auch Tiere, die es noch schaffen unverletzt wegzufliegen, sind sehr gefährdet, da sie während des Winterschlafes ihren Stoffwechsel drosseln und beim Aufwachen viel von ihren Fettreserven aufbrauchen und dann möglicherweise nicht bis zum Frühjahr überleben.

Neue Fachliteratur: Entwicklung von Methoden zur Untersuchung und Reduktion des Kollisionsrisikos von Fledermäusen an Onshore-Windenergieanlagen

In Deutschland ist ein Ausbau der Windenergie auch im Binnenland erforderlich, um die angestrebten Klimaschutzziele zu erreichen. Dabei soll auch der Schutz der Biodiversität berücksichtigt werden. Mit den Rotoren von Windenergieanlagen können jedoch Fledermäuse kollidieren, die zu den bundesweit gefährdeten Arten zählen.
Im vorliegenden Band werden die Ergebnisse des Forschungsvorhabens „Entwicklung von Methoden zur Untersuchung und Reduktion des Kollisionsrisikos von Fledermäusen an Onshore-Windenergieanlagen“ vorgestellt. Mit Hilfe von akustischen Detektoren im Gondelbereich und Schlagopfersuchen wurde ermittelt, wie verschiedene Anlagen- und Umweltparameter das Kollisionsrisiko von Fledermäusen beeinflussen. Auf Basis dieser Ergebnisse werden Maßnahmen vorgeschlagen, die das Kollisionsrisiko für Fledermäuse an Windenergieanlagen erheblich reduzieren können. Damit wird der Schutz von Fledermäusen mit einem Ausbau der Windenergie vereinbar.

Die Autoren sind Dr. Robert Brinkmann (Leibniz Universität Hannover), Dr. Oliver Behr (Universität Erlangen), Ivo Niermann und Prof. Dr. Michael Reich (Leibniz Universität Hannover).

Leibniz Universität Hannover, 24. Juni 2011
Seiten: 470
Auflage: 1 Aufl.
Band: 4
Sprache: DE
ISBN-10: 3869557532
ISBN-13: 9783869557533

Neue Mitglieder in der Arbeitsgruppe Fledermäuse

Januar 2012  Wir begrüßen die neuen Mitglieder der AG Fledermäuse des BUND Region Hannover und wünschen viel Spaß bei der Arbeit und viele erfolgreiche Kampagnen. Gemeinsam sind wir ein starkes Team für den Fledermausschutz!

Du möchtest auch dazu gehören? Kein Problem! Meld dich einfach bei savethebatsnow@gmx-topmail.de

"1000 € für unseren Verein" WIR HABEN GEWONNEN!

November 2010: Die Arbeitsgruppe Fledermäuse ist zur Stelle, wenn Fledermäuse in Not geraten sind. Viele Tiere müssen medizinisch versorgt werden. Wenn nötig, müssen von unserer ehrenamtlich tätigen Tierärztin sogar chirugische Eingriffe durchgeführt werden. Bis die Tiere wieder in die Natur entlassen werden können, kümmern wir ehrenamtlichen Helfer uns unermüdlich und liebevoll um die kleinen Patienten. Wir benötigen dringend Geld für Medikamente, Futter, Holz usw. und haben daher bei einer Gewinnaktion der ING. DIBA mitgemacht und WIR HABEN GEWONNEN! 1000 € für unsere Fledermäuse! Dafür danken wir allen, die für uns gevotet haben ganz herzlich!

Basare für Fledermäuse

Halloween ist längst vorbei, doch „unsere Fledermäuse“ sind noch lange nicht im Winterschlaf! Am 1. und am 2. Advent nahm die AG Fledermäuse des BUND Region Hannover mit einem Infostand an zwei Weihnachtsveranstaltungen in der Titus-Kirche Hannover und in einer Kindertagesstätte im Sahlkamp teil und platzierte somit das Thema Fledermausschutz mitten in der Weihnachtszeit unter den Besuchern. Wir hoffen, mit diesen Aktionen auch Menschen erreicht zu haben, die bisher mit dem Thema Artenschutz und Fledermäuse noch nicht in Berührung kamen.

Baumfällung vernichtet Abendseglerquartier

November 2011: Eine traurige Meldung erreichte heute die AG Fledermäuse des BUND Region Hannover: Bei einer Baumfällung wurde ein Baum mit einer Höhle gefällt, in der sich viele Abendsegler zum Winterschlaf zurückgezogen hatten. Unsere Helfer waren so schnell wie möglich vor Ort und haben versucht, überlebende Tiere zu retten. Leider konnten unten den vielen toten Tieren keine Verletzen mehr geborgen werden. Auch die Suche im Umkreis der Baumfällung nach verletzten Tieren, die sich irgendwie noch fortgeschleppt und versteckt hatten, hat nichts ergeben.

Unser Hinweis an alle Verantwortlichen, die Bäume fällen: Wann immer Ihnen Höhlen an Bäumen oder an dicken Ästen auffallen, lassen Sie diese vor Fällung von Fachleuten untersuchen: Oft verbirgt sich hier eine Fledermauskolonie im Winterschlaf. Verständigen Sie bei Unfällen mit den streng geschützten Tieren bitte umgehend die Tierrettung.



  • Direkt zur Online-Spende, Foto: eyewire / fotolia.com
  • Direkt zum Online-Antrag, Foto: eyewire / fotolia.com

Arbeitsgruppe Fledermäuse

Kontakt:
Beratung zu Fledermäuse
Mitarbeit AG Fledermäuse
Gudrun Becker
savethebatsnow@gmx-topmail.de
0511 / 67 14 75 (Anrufbeantworter)

NUR Notfälle:
Verletzte Fledermäuse/Fundtiere
Tierrettung Feuerwehr
Region Hannover Telefon: 112
oder
Dr. Renate Keil
01 57- 309 10 222
DrRenateKeil@aol.com

Treffen:
Wir treffen uns regelmäßig rund um das Jahr. Bitte schicken Sie uns eine Mail; wir informieren Sie dann umgehend über unsere nächsten Termine: siehe Gudrun Becker

 

Weitere Informationen

Fledermausaustellung zum Ausleihen

Suche