Arte Dokumentation "Das große Insektensterben"

Ein beeindruckender Dokumentarfilm "Das große Insektensterben "von arte (2018) jetzt noch mal aktuell zu sehen im April 2020 zu sehen am 12.04.2020 um 07:05 Uhr und am 17.04.2020 um 10:35 Uhr. Diesen Film sollten alle gesehen haben, um zu begreifen, dass das Insektensterben letztendlich alle unsere Ökosysteme bedroht, denn sie stehen am Anfang der Nahrungskette für Amphibien, Vögel und andere Tiere und sind Bestäuber von Wildbienen, aber auch Kulturpflanzen wie Obstgehölze und Gemüse. Auch die Agrarwirtschaft und der Gartenbau sind existentiell bedroht, denn es fehlen hier die natürlichen Gegenspieler für den biologischen "kostenlosen" Pflanzenschutz. Wer jetzt noch auf Glyphosat, Neonikotinoiden und anderen Insektiziden besteht, gefährdet die Zukunft seiner Kinder und Enkelkinder und der natürlichen Artenvielfalt auf unserem Planten. Dabei geht es nicht um die Honigbiene, die nicht in ihrer Existenz gefährdet ist, sondern der Bestand unserer natürlichen Insektenvielfalt.

Zitat Website arte: "Drei Viertel des globalen Insektenbestandes sind in den letzten 30 Jahren verschwunden - viele Arten sind unwiederbringlich ausgestorben. Einige Wissenschaftler sprechen deshalb vom sechsten großen Arten- und Individuensterben auf unserem Planeten. Nüchterne Wahrheit: Schuld ist der Mensch. Die Dokumentation verdeutlicht die dramatischen Folgen, die dieses bislang verkannte und unterschätzte Desaster haben wird - für alle Erdbewohner.

Nicht nur die Fachwelt war entsetzt. 2017 veröffentlichte Langzeitbeobachtungen belegen: In den letzten 30 Jahren sind bis zu 75 Prozent der Insekten verschwunden. Ernüchternder Fakt: Schuld daran ist der Mensch. Viele Arten sind für immer verloren. Das Ausmaß des Artensterbens ist so immens, dass einige Forscher fürchten, der Kreislauf des Lebens gerate ins Wanken. Nicht nur der Rückgang der Bienenpopulation, das massenhafte Insektensterben insgesamt hat schlimme Folgen - und zwar für alle Erdbewohner. Welche? Hochkarätige Wissenschaftler aus der ganzen Welt geben erschreckende und aufrüttelnde Antworten. Das Insektensterben ist viel umfangreicher und folgenschwerer als gedacht. Viele andere Tiere ernähren sich von Insekten. Auch helfen sie dabei, totes Gewebe in nährstoffreiche Böden umzuwandeln. Darüber hinaus regulieren sie sich sogar gegenseitig. Vom Menschen als Schädlinge betrachtete Spezies sind oft die bevorzugte Beute von nützlichen Jägern. Der massive Eingriff des Menschen hat das funktionierende Gleichgewicht in der Welt der Insekten jedoch in eine gefährliche Schieflage gebracht. Unter anderem chemische Gifte, die fortschreitende Versiegelung der Böden und, großflächiger Düngemitteleinsatz setzen der artenreichsten Tierklasse der Erde zu. Die Dokumentation gibt Einblick in aktuelle Studien und erklärt, woran es krankt und wo dringender Handlungsbedarf besteht. Noch gibt es Hoffnung. Zwar sind viele Arten unumkehrbar verloren, das Massensterben im Reich der Insekten könnte aber noch aufgehalten werden - allerdings nur, wenn der Mensch endlich anfängt gegenzusteuern. Die Zeit wird knapp."

Wer den Film verpasst, kann ihn noch als livestream sehen:
https://www.arte.tv/de/videos/077368-000-A/das-grosse-insektensterben/



Siehe auch:

Schmetterlinge

Arbeitsgruppe Garten naturgemäß

Kontakt:
Klaus Hennemann
Tel.: 0511 / 69 22 52

Astrid Groß, Susanne Leipold, Sibylle Maurer-Wohlatz über Geschäftsstelle

Treffen:
nach Vereinbarung in einem Garten eines Mitglieds der Arbeitsgruppe

Mehr über die Arbeitsgruppe erfahren Sie auch unter:

Nutzpflanzenvielfalt

Naturgarten

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